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Tierwelt : Nager schuften im Herbst

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Eichhörnchen haben gerade viel zu tun: Sie sammeln ihre Vorräte für den Winter

Bei einem Spaziergang im Park huscht etwas Rot-Bräunliches über die grüne Wiese. Wie putzig, ein Eichhörnchen! Mal vorsichtig anschleichen und aus der Nähe schauen. Das Eichhörnchen sieht ziemlich beschäftigt aus. Es flüchtet gar nicht, wenn ein Mensch sich nähert. Sondern es flitzt hin und her. Erst sammelt es eine Buchecker vom Baum. Damit eilt es zum Boden. Es sucht sich einen Platz auf der Wiese und buddelt mit seinen Pfoten ein Loch. Dann legt es die Buchecker-Nuss da rein und schüttet das Loch wieder zu. Am Ende stopft es mit den Pfoten noch mal nach, bis die Erde platt gedrückt ist. Jetzt schnell zurück zum Baum und zur nächsten Nuss. Die Spaziergänger im Park beachtet es kaum.

„Die Hörnchen haben im Herbst unglaublich viel zu tun“, sagt Fachfrau Tanya Lenn. Sie kümmert sich seit 14 Jahren um Eichhörnchen, die verletzt sind oder ihre Mama verloren haben. „Eichhörnchen verstecken viele Nüsse, und zwar so viele, dass sie im Winter tatsächlich auch nicht alle wiederfinden können.“ Dann kann es passieren, dass ein neuer Baum wächst.

Im Winter sind die Tiere auf ihre Vorräte angewiesen. Denn sie halten keinen Winterschlaf. Sie halten Winterruhe. Das heißt, sie wachen zwischendurch auf und brauchen Nahrung. Dann holen die Eichhörnchen sich nach und nach ihre verbuddelten Vorräte aus dem Boden. „Das klappt normalerweise ganz gut“, sagt Tanya Lenn. Außer bei starkem Frost, dann kommen sie nicht mehr ran. „Dann bin ich dafür, die Hörnchen zu füttern.“

Im Park geht es weiter: Eine Nuss nach der anderen reißt oder knabbert das Hörnchen ab. In seinem Mund trägt es die Beute nach unten. „Es kann auch mal vorkommen, dass ein Hörnchen eine findet und noch eine andere mitnehmen will“, sagt Tanya Lenn. „Dann kann es passieren, dass es auch mal zwei ins Mäulchen stopft. Aber mehr passt da nicht rein. Eichhörnchen haben keine Backentaschen.“ Deshalb sammelt das fleißige Nagetier in mühevoller Arbeit meist eine nach der anderen.Manchmal bleibt es auch auf dem Ast sitzen und nascht zwischendurch eine Nuss. Tanya Lenn sagt: „Das ist so, wie wenn wir Erdbeeren auf dem Feld pflücken.

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