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Junge Zeitung

24. November 2017 | 00:46 Uhr

Berufe : Motorlärm und Ölgeruch

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Auf der Hitliste der beliebtesten Berufe steht Kfz-Mechatroniker immer wieder ganz oben – zumindest bei Jungs

Der Motor spuckt. Er klingt nicht normal. Irgendetwas stimmt mit dem Wagen des Kunden nicht. Das hört der Kfz-Meister Patrik Kraus am Klang. Jetzt muss er noch herausfinden, was genau kaputt ist. Damit er es reparieren kann. „Ein ganz wichtiger Teil meiner Arbeit ist die Diagnose“, sagt er. Der Mann ist Chef einer Auto-Werkstatt in Hamburg. Egal ob Auto, Motorrad oder Rasenmäher - Patrik Kraus und seine Kollegen kümmern sich um alles, was fährt und einen Motor hat. Fast so wie ein Arzt bei seinen Patienten versucht Patrik Kraus herauszufinden, warum ein Fahrzeug streikt. Oder ob zum Beispiel nur ein Draht lose ist. Oder die Batterie leer ist. Kraus findet: „In einer Auto-Werkstatt kommt es vor allem auf die Erfahrung an. Man muss sich gut auskennen und wissen, wie Fahrzeuge aufgebaut sind und funktionieren.“ Bei einem Rasenmäher ist das noch ziemlich einfach. Aber moderne Autos bestehen aus Tausenden Einzelteilen, die aufwendig verbaut sind. Sie sind nicht nur zusammengeschraubt oder geschweißt, wie das früher der Fall war.

Inzwischen steckt jede Menge komplizierte Elektronik in den Wagen.Da wird es auch schwieriger herauszufinden, was kaputt sein könnte.

„In den großen Werkstätten ist es deshalb oft so, dass sich die Mitarbeiter spezialisieren. Der eine prüft zum Beispiel, wo der Fehler steckt. Ein anderer repariert den Schaden“, sagt der Fachmann. In seiner kleinen Werkstatt gefällt es Kraus aber besser. Da machen alle alles: Beulen beseitigen, Öl wechseln, Reifen tauschen und vieles mehr bis hin zur Wartung. Wartung heißt: Man prüft, ob bei einem Fahrzeug noch alles okay ist.

„Wenn ich einen Fehler mache und zum Beispiel das Rad nicht richtig festziehe, kann das zu einem schlimmen Unfall führen. Der Fahrer wird vielleicht schwer verletzt“, erklärt der Fachmann später. „Man hat in diesem Beruf eine große Verantwortung.“ Kraus steht fast den ganzen Tag in der Werkstatt und bastelt an Autos. Der Kfz-Meister lächelt. Ihm macht der Beruf Spaß: „Das Spannendste ist für mich: Herausfinden, wo bei einem Fahrzeug der Fehler steckt und es dann wieder zum Laufen bringen.“

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