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Junge Zeitung

22. November 2017 | 06:53 Uhr

Sport : Mit einem Blob ins Wasser

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wie ein Katapult im Schwimmbad: Bei dieser lustigen Sportart fliegt man hoch durch die Luft / Sie heißt Blobbing

Christian Guth sitzt auf einem riesigen Luftkissen und wartet. Das dauert ganz schön lange, denkt er sich. Doch plötzlich fliegt er hoch durch die Luft. Der 29-Jährige dreht sich ein paar Mal in der Luft und landet im See. Was ist denn da passiert?

Christian macht eine lustige Sportart mit dem Namen Blobbing. Dabei springt man nicht von einem Turm im Freibad. Stattdessen liegt ein großes Kissen mit Luft auf dem Wasser. Der Blobber sitzt ganz vorne auf dem Kissen. Dann kommen seine beiden Team-Kollegen ins Spiel. Sie springen zusammen von einem Turm auf den hinteren Teil des Kissens – und schon fliegt Christian hoch.

Ziel ist es, Christian so hoch wie möglich in die Luft zu schleudern. So schafft er mehrere Figuren hintereinander. Und das Team erhält mehr Punkte. In Deutschland ist nur an einem Ort ein Blob zum Üben aufgebaut: in Gedern im Bundesland Hessen. Zum Training geht Christian in ein normales Freibad. Dazu zieht er viele Sachen an. Erst eine enge Badehose, darüber eine Unterhose. Dann den Neoprenanzug und am Ende noch eine weite Badehose. Jetzt sieht der Po zwar ein bisschen dicker aus, er ist aber besser geschützt. Das ist wichtig, weil Christian oft aus zehn Metern Höhe aufs Wasser knallt.

Dann geht es los. Der Bademeister sperrt den Drei-Meter-Turm ab und öffnet die Treppe zum Zehner. Um das Becken versammeln sich Kinder. Sie wollen Christian beim Training zuschauen.

Erst klettert er auf den Fünfer und springt herunter – nur zum Eingewöhnen. Dann geht es hoch auf den Zehner. „Beim Springen aus zehn Metern entsteht immer noch ein Kick“, sagt Christian. „Man steht oben, man schaut runter und man ist aufgeregt, egal ob man schon springt oder noch oben steht.“ Weil beim Blobben der Absprung fehlt, lässt er sich fallen und macht seine Tricks aus dem Fallen heraus. Am Schluss landet er mit dem Po zuerst im Wasser. Dann spritzt das Wasser besonders hoch. Die Kinder und auch Erwachsene am Rand staunen und jubeln.

Ohne Pause übt Christian einen Sprung nach dem anderen. Er macht Schrauben, doppelte und dreifache Saltos und am Ende immer eine schöne Arschbombe. Vom Anlauf bis zur Arschbombe kann man höchstens bis drei zählen. Trotzdem schafft Christian es meistens, mit dem Po auf dem Wasser zu landen.

 

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