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Tierwelt : Meeresleben im Ozeaneum

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In Portugal befindet sich das zweitgrößte Aquarium der Welt / Dort leben mehr als 16 000 Meerestiere

26 Kindergartenkinder sitzen auf dem Teppichboden im größten Aquarium von Europa und bestaunen die vielen Fischschwärme, Haie, Rochen und Thunfische, die an ihnen vorbeiziehen. Manche fürchten sich ein wenig und setzen sich weiter nach hinten. Denn zwischen den Kindern und Fischen ist nur eine Acrylglasscheibe von 30 Zentimetern. Die Fische ziehen an ihnen zum Greifen nah vorbei.

Das Ozeaneum Vasco Da Gama ist in einem Wasserbecken direkt am Atlantik erbaut und befindet sich in der Hauptstadt von Portugal, in Lissabon. Das Hauptbecken fasst 5 Millionen Liter Wasser. Das ist sehr viel mehr, als ein übliches deutsches Hallenbad fasst. Im zentralen Hauptbecken sind über 16 000 Meerestiere zu bestaunen. Sogar Mondfische, auf die unser Führer besonders stolz ist. Denn Mondfische gibt es bereits seit Millionen von Jahren. Sie sind Knochenfische und gelten als die Dinosaurier der Meere. Sie können über drei Meter groß werden und sehen gar nicht aus wie Fische. Wir hören, dass die Tiere sich in dieser Gefangenschaft sehr wohl fühlen, so dass sie sich sehr gut entwickeln. Ein Hai wäre so schnell und groß gewachsen, dass er bald wieder ins offene Meer ausgesetzt werden musste.

Rings um das Hauptbecken, das sieben Meter hoch ist und über zwei Stockwerke geht, sind vier Türme. Auch hier sind Aquarien. Sie bilden weitere Weltmeere ab. Es gibt nicht nur die Unterwasser-, sondern auch die Überwasserlandschaft. An der antarktischen Küste können Pinguine bestaunt werden und am Pazifik Seetangwälder.

Das lustige Seeotterpärchen bereitet den Besuchern viel Spaß. Sie spielen miteinander, schwimmen flink auf dem Rücken und pulen mit ihren geschickten Pfoten ihre Meeresfrüchte zum Fressen aus. Im indischen Ozean gibt es echte Korallenriffe und im Nordatlantik eine richtige Felsenküste mit einem Eisgletscher. Das Klima ist jeweils angepasst, so dass man nicht vergessen sollte, eine Jacke mitzunehmen.

Farbenfrohe Anemonen, Pfeilgiftfrösche, Pinzettenfische, bunte Krustentiere, Seenadeln, leuchtende kleine Fische, Plattfische, Muränen, riesige Mantarochen, Chimären, Sardinen, Barrakudas. Über 450 Arten von Tieren sind in dem Aquarium zu entdecken. Und wer ganz mutig ist, kann eine Nacht im Aquarium verbringen. Man muss nur seinen Schlafsack mitbringen. Und wenn ein Hai oder ein Manta mit seinen riesen Schwingen leise vorbeischwimmt, darf man keine Angst bekommen.


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