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Junge Zeitung

18. Dezember 2017 | 21:39 Uhr

Leben : Maxim ist ausgewandert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Tausende Menschen verlassen Deutschland jedes Jahr und fangen in einem neuen Land ein neues Leben an.

Maxims Leben hat sich vor fünf Jahren völlig verändert. Damals ist er mit seinen Eltern von Deutschland in die USA gezogen: in die Stadt Dallas im Bundesstaat Texas. Maxims Vater ist Amerikaner. Er hatte dort einen neuen Job bekommen. Maxim ist inzwischen elf Jahre alt. Er kann sich noch genau erinnern, wie es war, in ein fremdes Land zu ziehen. Und das erzählte er Silke Fokken:

„Zuerst fühlte sich Vieles ganz anders an als in Deutschland. Vor allem die Hitze! Wir sind im Sommer angekommen, und da ist es in Texas oft superheiß. Fast 40 Grad Celsius. Deshalb haben viele Häuser einen Swimming-Pool im Garten. Ich bin bei uns auch gleich ins Wasser gesprungen, um mich abzukühlen. Das tat richtig gut.

Unsere Wohnung wird mit einer Klimaanlage gekühlt, sonst würde man die Hitze kaum aushalten. Die meisten Supermärkte und Restaurants kühlen die Luft allerdings so stark herunter, dass es mir da im T-Shirt zu kalt wird. Anfangs fand ich das etwas verrückt, dass es draußen so heiß ist und man drinnen friert. Aber inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Wenn wir einkaufen oder essen gehen, nehme ich mir einfach einen Pulli mit.

Zuerst habe ich meine Freunde in Deutschland sehr vermisst. Am ersten Tag in der neuen Schule kannte ich niemanden, und ich weiß noch, dass ich fast nichts gesagt habe. Weil alle englisch sprechen, habe ich auch wenig verstanden. Das hat sich zum Glück geändert. Ich habe jetzt auch viele amerikanische Freunde, und ich kann so gut Englisch, dass meine Lehrerin oft vergisst, dass ich aus Deutschland komme.

Auch das amerikanische Essen ist anders. Ich esse mittags immer in der Schule, und da gibt es fast immer Hamburger mit Pommes, Nacho-Chips oder Pizza. Eigentlich mag ich das gerne, aber nicht jeden Tag! Deshalb nehme ich mir jetzt oft anderes Essen von zu Hause mit, zum Beispiel Gulasch mit Nudeln oder Milchreis.

Dafür gibt es aber sehr coole Sachen in den USA: Wir haben hier zum Beispiel viel länger Schulferien als in Deutschland. Allein im Sommer sind es drei Monate!“

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