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Das Thema : Lyn hatte einen Schlaganfall

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Spezielle Schule und Turn-Übungen: die Siebenjährige trainiert für mehr Bewegungsfreiheit.

Lyn hat einen riesigen Teddy. Auf dem klettert die Siebenjährige besonders gern herum. Das schafft Lyn aber noch nicht besonders lange. Dafür musste sie sehr viel üben. Lyn hatte nämlich einen Schlaganfall. Diese Krankheit gibt es bei Kindern eigentlich superselten. Meistens sind ältere Menschen davon betroffen.

Aber was ist das überhaupt, ein Schlaganfall? Unsere Organe werden durch Blutgefäße mit Blut versorgt – auch das Gehirn. Wenn nun etwa ein Blutgefäß im Gehirn auf einmal verstopft ist, kommt an einer Stelle kein Blut mehr an. Dorthin gelangt dann auch kein Sauerstoff aus dem Blut. Das nennt man dann Schlaganfall. Danach funktioniert das Gehirn in diesem Bereich oft nicht mehr vernünftig. Doch das Gehirn steuert vieles im Körper. So ist es möglich, dass der Mensch plötzlich seine Hand nicht mehr richtig bewegen kann.

So war es auch bei Lyn. Ihre Mama erinnert sich noch genau an den Tag, als ihr auffiel: Mit meiner Tochter stimmt etwas nicht. Da war das Mädchen ein Jahr alt. „Lyn hielt auf einmal ihre Hand ganz komisch und krabbelte kaum noch“, erzählt sie. Es dauerte allerdings eine Woche, bis festgestellt wurde: Lyn hatte tatsächlich einen Schlaganfall.

Seit diesem Tag ist Lyn halbseitig gelähmt. Das bedeutet, dass sie ihren linken Arm und ihr linkes Bein nicht richtig bewegen kann. Sie saß deshalb im Rollstuhl. Inzwischen läuft sie aber fast normal. Ihren Rollstuhl braucht sie nur noch für längere Strecken.

Damit sie sich auch weiterhin gut bewegen kann, muss Lyn allerdings fast jeden Tag zur Kranken-Gymnastik. Da macht eine Therapeutin spezielle Turn-Übungen mit ihr.

Das Bewegen ist aber nicht das Einzige, was bei Lyn durch den Schlaganfall schlechter funktioniert. Bei manchen Dingen wie etwa beim Schreiben ist Lyn langsamer als andere Kinder in ihrem Alter. Deshalb geht sie in eine besondere Schule. Dort gibt es extrakleine Klassen. Neben dem normalen Unterricht haben die Schüler viel Zeit für andere Sachen – wie im Schulgarten unterwegs sein und singen. „Lyn geht richtig gerne zu ihrer Schule“, erzählt ihre Mama.

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