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Geschichte : Leben ohne Tageslicht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Anne Frank musste sich gut zwei Jahre vor den Nazis verstecken / In dieser Zeit schrieb sie ein berühmtes Tagebuch

„12. Juni 1942: Ich werde, hoffe ich, dir alles anvertrauen können, wie ich es noch bei niemandem gekonnt habe. Und ich hoffe, du wirst mir eine große Stütze sein.“ So beginnt eines der berühmtesten Bücher der Welt.

Es ist ein Tagebuch – und stammt von einem Mädchen mit dem Namen Anne Frank. Es wurde vor etwa 80 Jahren in Frankfurt am Main in Deutschland geboren. Später wohnte Anne Frank in Amsterdam in den Niederlanden. Das Traurige: Sie wurde nur 15 Jahre alt!

Anne Frank lebte in einer schrecklichen Zeit. In Deutschland waren einige Jahre zuvor Adolf Hitler und seine Partei an die Macht gekommen. Man nennt sie Nationalsozialisten oder kurz Nazis.

Die Nazis machten Annes Familie und vielen anderen Menschen das Leben sehr schwer. Denn Anne und ihre Familie waren Juden. Die Nazis wollten Menschen mit diesem Glauben aber nicht in Deutschland haben. Sie behaupteten, Juden seien wertlose Menschen. Die Nazis erließen viele Gesetze gegen die Juden. Diese durften zum Beispiel bestimmte Berufe nicht mehr ausüben. Das war aber nur der Anfang! Irgendwann fingen die Nazis damit an, die Juden zu verfolgen und in Lager einzusperren. Dort starben viele Millionen Menschen.

Anne und ihre Familie flüchteten aus Deutschland. Sie glaubten, in den Niederlanden sicher zu sein. Doch die Nazis zettelten einen großen Krieg an und besetzten das Land. Annes Familie blieb nur eine Möglichkeit: Anne und ihre Verwandten mussten sich verstecken.

Zusammen mit anderen Leuten zogen sie in ein kleines Hinterhaus. Mutige Helfer versorgten sie etwa mit Lebensmitteln und anderen Dingen. In das winzige Versteck kam man nur durch einen drehbaren Schrank. Acht Menschen lebten dort – mehr als zwei Jahre lang! Die Leute mussten mucksmäuschenstill sein und durften nicht nach draußen. Anne teilte ihr Zimmer mit einem älteren Mann. In ihrem Tagebuch nennt sie ihn „Dussel“. Das bedeutet so viel wie Dummkopf.

Gut zwei Jahre lang schrieb Anne fast jeden Tag in ihr rot-weiß kariertes Tagebuch. Anne erzählt darin von ihren Erlebnissen und dem Alltag im Versteck: zum Beispiel vom Streit mit ihren Eltern, von ihrer ersten Liebe oder darüber, wie sehr ihr Zimmergenosse nervte.

Oft machte sie sich auch Gedanken darüber, wie es wohl nach dem Krieg wird. Doch das erlebte Anne Frank nicht mehr mit. Denn ihre Familie wurde verraten! Von wem, das weiß man nicht genau. Alle in dem Versteck wurden in Lager eingesperrt. Hier endet Annes Tagebuch.

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