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Junge Zeitung

22. November 2017 | 17:53 Uhr

Raumfahrt : Leben auf dem Mars

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die 28-jährige Lucie Poulet hat schon immer davon geträumt, Astronautin zu werden

Lucie Poulet ist 28 Jahre alt und arbeitet für das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt. Sie ist Raumfahrt-Ingenieurin und begeistert, dass heute Menschen das ganze Universum erkunden können. Seit ihrer Kindheit fasziniert sie das Weltall und sie sagt, dass der Mars ihre Leidenschaft ist.

Lucie Poulet war nicht richtig auf dem Mars. Sie war nur zur Vorbereitung einer Marsmission vier Monate lang auf einem Vulkan namens Mauna Loa auf der Insel Hawaii. Dort hat sie zusammen mit anderen sechs Mitarbeitern für eine Marsreise geprobt. Das große weiße Zelt, das sie Habitat nennen, ist kein übliches Zelt. Habitat nennt man eine Wohnstation auf einem anderen Himmelskörper. Das Habitat von Lucie Poulet hatte sechs Zimmer mit Arbeitsplätzen, ein Bad, eine Küche und einen Wohnraum. Hier stand auch ein Laufband. Denn alle Crewmitglieder mussten täglich ihre Muskeln trainieren, um für die Rückkehr auf die Erde fit zu bleiben. Sie arbeiteten täglich sehr diszipliniert. Lucie Poulet hatte mit Gewächshäusern experimentiert. Sie untersuchte, unter welchem Licht mit welchen Wellenlängen welches Gemüse auf dem Mars am besten gedeihen würde. Ihre anderen Crewmitglieder forschten über 3-D gedruckte chirurgische Instrumente, eine Mühle, die im Weltraum zum Müllrecyceln dienen soll oder über Stressreaktionen von Menschen.

Loucie Poulet erklärt, dass diese Experimente für zukünftige Marsmissionen gemacht werden, damit Erkenntnisse erworben werden können, wie Menschen in Extremsituationen reagieren und damit mehr Menschen an Weltraummissionen teilnehmen können. Nur die Radieschen und der Salat, den Loucie Poulet gezogen hatte, waren das einzig frische Gemüse, was sie essen konnten. Sonst hatten die Crewmitglieder nur getrocknetes Essen aus Tüten, das vor dem Essen in Wasser aufgeweicht werden musste. Wenn sie mal eine E-Mail an ihre Familie, Freunde oder Arbeitskollegen schrieben, brauchte diese 20 Minuten, bis sie an ihrem Ziel ankam. Damit alles so wirklichkeitsnah wie möglich war, wurde das Internet verlangsamt. Denn der Mars ist sehr weit von der Erde entfernt. Man braucht sechs bis acht Monate, um zu ihm zu fliegen.

Das bisher schönste „Mars“-Erlebnis von Lucie Poulet war ein Campingausflug im Wohnzimmer ihres Habitats. Denn auch auf dem Mars hätten sie nicht draußen campen können. Lucie Poulet und die anderen fünf Mitarbeiter zogen ihre Raumanzüge an und stellten sich vor, dass über ihnen die Sterne leuchteten. Die Astronauten haben eine rote Seife auf den Boden gelegt und diese mit einer Lampe angestrahlt. Das sollte ihr Lagerfeuer darstellen. Sie haben Spiele gespielt und sich Geschichten erzählt.

Lucie Poulet liebt ihre Arbeit sehr. So sehr, dass sie sogar in ihrer Freizeit arbeitet. Nächstes Jahr im Januar wird sie wieder zu einer Marsmission aufbrechen.

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