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Interview : „Langeweile kenne ich nicht“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kinderbuchautor Paul Maar über das Sams, neue Geschichten und Wünsche für die Zukunft

Paul Maar ist einer der bekanntesten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren. Nun gibt es ein neues Werk von ihm – eine Ergänzung zu den bisher erschienenen Sams-Büchern. Tanja Liebmann-Décombe sprach mit ihm.

Herr Maar, wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Sams zu erfinden?
Ich wollte etwas über einen schüchternen, zurückhaltenden und ängstlichen Mann namens Taschenbier schreiben und ihm im Laufe der Geschichte zu mehr Lebensfreude verhelfen. Daher habe ich Taschenbier das Gegenteil von ihm an die Seite gestellt: ein freches, mutiges und lustiges kleines Wesen, das ständig quasselt und reimt.
Besonders an Sams ist ja, dass es Wünsche in Erfüllung gehen lassen kann. Hätten Sie ein Sams, was würden Sie sich wünschen?
Dass es mir und meiner Familie weiterhin gut geht, dass ich gesund bleibe und dass ich mehr Zeit hätte. Bei mir ist nämlich ziemlich viel los. Unter anderem schreibe ich gerade an einem neuen Buch – und gleichzeitig bekomme ich viele Anfragen für Lesungen. Langeweile kenne ich nicht.
Worum geht es in „Ein Sams zu viel“?
Im übertragenen Sinn ist es die Geschichte von einem Einzelkind, das verwöhnt und ein bisschen frech ist. Es bekommt ein Geschwisterchen und fühlt sich abgeschrieben. Es wird immer trauriger und gereizter. Ganz nach dem Motto: Und was ist mit mir?
Nach dem siebten Sams-Buch „Sams im Glück“ haben Sie gesagt, dass es keine Fortsetzung mehr geben wird…
Ja, das ist richtig. „Ein Sams zu viel“ ist auch nur eine Ergänzung, die eigentlich schon zwischen dem dritten und vierten Sams-Buch hätte kommen müssen. Im vierten Sams-Buch sind Herr Mon und Frau Rotkohl nämlich verheiratet. Meine Leser haben mich immer wieder gefragt, wie die beiden zusammengekommen sind. Die Antwort findet sich in „Ein Sams zu viel“.
Welche aktuellen Kinderbuchhelden gefallen Ihnen besonders?
„Oscar, Rico und die Tieferschatten“ von Andreas Steinhöfel sowie „Der kleine Ritter Trenk“ von Kirsten Boie.
Sie werden im Dezember 78 Jahre alt. Wann gehen Sie eigentlich in Rente?
Ha, vielleicht mit 90…(lacht). Ich habe noch sehr viele Ideen und mir macht meine Arbeit riesig Spaß.


Weitere Infos unter www.dassams.de oder

www.paul-maar.de


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