Arbeit : Kohle abbauen in der Tiefe

Es ist gar nicht lange her, dass die Arbeiter im Bergwerk noch Vieles mit eigener Kraft machen mussten.
Es ist gar nicht lange her, dass die Arbeiter im Bergwerk noch Vieles mit eigener Kraft machen mussten.

Heute helfen Bergleuten bei der Arbeit große Maschinen, früher schufteten sie mit einfachen Werkzeugen

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15. Dezember 2014, 16:54 Uhr

Die Glocke läutet dreimal. Dann geht es abwärts. Der Aufzug saust nach unten. Nicht in einem Wolkenkratzer, sondern tief unter die Erde. Es ruckelt, wackelt und zischt. Nach kurzer Zeit ist das erste Ziel erreicht. Die Gittertür öffnet sich.

So starten viele Bergleute in ihren Tag. Sie arbeiten mehrere Hundert Meter tief unter der Erde. Dort holen sie zum Beispiel Steinkohle aus dem Boden. Bis vor einiger Zeit gab es in Deutschland viele dieser Bergwerke. Mittlerweile sind nur noch wenige übrig geblieben.

In Bochum haben Fachleute so ein Bergwerk nachgebaut. Die Stadt liegt im Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen. In dieser Region arbeiteten früher besonders viele Menschen unter Tage. So nennt man die Arbeit in der Tiefe. Das nachgebaute Bergwerk ist eine Art Museum unter der Erde, genauso aufgebaut wie ein echtes Bergwerk - nur ohne Bergleute. Als Besucher kann man sich trotzdem gut vorstellen, wie es unter Tage zugeht.

Bergleute wissen genau, wo sie unter der Erde lang müssen. Und das ist auch gut so. Bis zu ihrem Arbeitsplatz ist es nämlich ein weiter Weg. An manchen Orten liegen sogar mehrere Kilometer zwischen dem Aufzug und der Stelle, wo die Kohle herausgeholt wird. Haben die Bergleute ihren Platz erreicht, beginnt die Arbeit.

Früher kloppten die Arbeiter mit einer Hacke auf die Kohle ein. Oft schufteten sie stundenlang in engen Gängen. Ein Kollege schaufelte die Kohle in kleine Wagen. Dann schob er sie über Schienen zum Aufzug.

Heute helfen den Bergleuten große Maschinen bei ihrer Arbeit. Die Kohle gelangt über Fließbänder zurück zum Aufzug. Es läutet zweimal. Und der Aufzug fährt wieder nach oben.

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