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Länder : Yarapama lebt im Regenwald

yarapama
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Die Kinder dort klettern auf Bäume und lieben die Natur. Zu Besuch in einer abenteuerlichen Welt.

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07. November 2016, 23:05 Uhr

Immer wieder rennt Yarapama hinter den Hühnern her und versucht, sie zu fangen. Die Sechsjährige lebt mitten im Regenwald, in dem Dorf Sarayaku. Es liegt in Ecuador in Südamerika. Yarapamas Heimat erreicht man nur mit einem Boot oder einem kleinen Flugzeug, das nur fünf Passagiere mitnehmen kann.

Die Flugpiste liegt 200 Meter von Yarapamas Haus entfernt. Sie rennt los, um sie zu zeigen. Wenn ein Flugzeug startet, laufen die Kinder auf die Landewiese und lassen sich den Wind, den das Flugzeug macht, ins Gesicht wehen. Das wirkt erfrischend. Denn es ist tropisch-heiß. „Ich gehe gerne Fische fangen“, erzählt Yarapama. Der Fluss ist ganz in der Nähe. Sechs Stück waren es gestern, erzählt sie. Schwimmen im Fluss ist eine ihrer Lieblings-Beschäftigungen – genauso wie auf Bäume klettern und Früchte pflücken. In der Natur leben viele Tiere: Vögel und Affen zum Beispiel, aber auch Kaimane, also Krokodile, gibt es. „Mein Lieblingstier ist der Jaguar“, berichtet Yarapama.

Was bedeutet eigentlich der Name Yarapama? „Das ist Kichwa“, sagt ihre Tante Patricia Gualinga. „Das heißt übersetzt: Otter des süßen Wassers.“ Die Kichwa sind ein Stamm von Ureinwohnern mit besonderen Traditionen.

Beim Feuermachen erzählen sie sich zum Beispiel um 5 Uhr morgens ihre Träume der vergangenen Nacht. Wenn etwa jemand von einem Unfall geträumt hat, geht man an dem Tag nicht zur Jagd. Die Häuser im Sarayaku sind aus Holz. Sie stehen auf Pfählen, weil es durch den Tropenregen immer wieder Überschwemmungen gibt. Yarapama klettert mit ihrer Cousine Naywari Treppen hinauf. Oben hängen Hängematten. Zudem stehen dort ein paar Zelte auf dem Holzboden, die die Bewohner geschenkt bekommen haben.

Und schläft sie lieber in der Hängematte oder im Zelt? „Im Zelt“, sagt Yarapama und lacht. Dann rennt sie wieder runter, füttert die Hühner mit Maiskörnern – und versucht sie mit den Händen zu fangen.

Autor: Georg Ismar

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