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Tierwelt : Wollige Frühlingsboten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Viele Schäfer haben jetzt besonders viel zu tun: Ihre Schafherden bekommen Zuwachs.

An den Bäumen wachsen die ersten grünen Triebe. Die Singvögel sitzen auf den Zweigen und zwitschern. Zu dieser Jahreszeit kann man auf vielen Wiesen Lämmer herumtollen sehen.

Zum Beispiel bei Schäfer Björn Hagge. Die Tiere kamen schon vor mehreren Wochen zur Welt. „Noch in der Silvesternacht hat das erste Schaf gelammt“, erzählt er.

In der nächsten Zeit wurde ein Lamm nach dem anderen geboren. Viele schwarze Schafe und ein paar weiße mit schwarzen Flecken. Da war es draußen auf der Weide noch richtig frostig. Aber Schafe sind dank ihrer dichten Wolle ja warm eingepackt und vor der Kälte geschützt.

Nun tollen die Schafkinder durch den Stall und auf der Weide. Dort genießen die Lämmer die ersten warmen Sonnenstrahlen. Das kann man deutlich hören und sehen. Sie blöken schon fast so laut wie die Großen. „Määäh!“ Und sie fegen mit wilden Bocksprüngen durch das Heu.

Björn Hagge hat derweil alle Hände voll zu tun. Zunächst musste der Schäfer die Mutterschafe mit ihren Kindern von der großen Herde trennen. So konnten sich Lamm und Mama erholen und in Ruhe beschnuppern. „Außerdem kann ich besser beobachten, wie es den Lämmern geht und ob sich ihre Mütter gut um sie kümmern“, erklärt der Schäfer. Schließlich müssen sie viel trinken, um groß und kräftig zu werden.

Zwei Schafkinder wurden von ihren Müttern nicht angenommen. Das bedeutet zusätzliche Arbeit für den Schäfer. Die beiden Lämmer werden deshalb von Björn Hagge und seinen Mitarbeitern mit der Flasche aufgezogen.

Dreimal täglich nuckeln die plüschigen Tierbabys jeweils eine Flasche Aufzuchtsmilch aus. Doch nach und nach werden die Flaschenkinder von der Milch entwöhnt. Schließlich sollen sie gemeinsam mit den anderen Schafen in der Herde Gras verputzen.

Denn wenn die Tage länger werden und es allmählich wärmer wird, grünt und blüht es wieder überall. Auf den Weiden wächst dann saftiges Grünzeug. Mit ihrem gesunden Appetit sind die rund 400 Schafe und Ziegen von Björn Hagge dann richtig nützlich. Das ganze Jahr über halten sie das Gras auf den Flächen schön kurz. Die Tiere arbeiten sozusagen als Rasenmäher. Mit dieser Landschaftspflege verdienen viele Schäfer Geld.

Autor: Philipp Brandstädter

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