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Schule : Wie gerecht ist das Abitur?

Abi-Aufgaben können ganz schön schwer sein!
Abi-Aufgaben können ganz schön schwer sein!

Viele Leute finden: Alle Schüler in Deutschland sollten die gleichen Prüfungsaufgaben bekommen.

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29. Juli 2019, 12:22 Uhr

Sophia zieht mit ihrer Familie in den Sommerferien um. Als die Ferien vorbei sind, geht sie auf eine andere Schule in einem anderen Bundesland. Da merkt Sophia: Die Kinder in ihrer neuen Klasse haben andere Dinge gelernt als sie bisher! Auch das Abitur später soll anders aussehen. Sophia denkt sich: Das wird richtig schwer, viel schwerer als an der alten Schule.

Das Beispiel von Sophia ist nur ausgedacht. Aber so ähnlich kann es tatsächlich Kindern in Deutschland gehen. Zwar sollen natürlich alle Schülerinnen und Schüler lernen, wie man schreibt und rechnet. Aber gerade in den oberen Stufen gibt es Unterschiede – sowohl zwischen den Schulen als auch zwischen den Bundesländern. Etwa, welche Bücher im Unterricht gelesen werden. Oder ob man in Prüfungen einen Taschenrechner benutzen darf.

Auch die Aufgaben beim Abitur unterscheiden sich. Denn festgelegt werden die Abitur-Prüfungen nicht für ganz Deutschland an einer einzigen Stelle, etwa in der Hauptstadt. Stattdessen entscheiden in jedem der 16 Bundesländer Experten, was abgefragt wird. Nur in den Fächern Deutsch, Mathe und Fremdsprachen wählen die meisten Länder ähnliche Aufgaben aus.

Das finden viele Leute unfair! Schließlich könnte man in einem Bundesland viel einfacher eine gute Note im Abitur bekommen als in einem anderen Bundesland, beklagen sie.

Gestern wurde eine neue Umfrage zu dem Thema veröffentlicht. Dabei kam heraus: Die große Mehrheit der Menschen in Deutschland ist der Meinung, dass alle Schüler die gleichen Abitur-Aufgaben bekommen sollten. Vier von fünf Leuten sagten „ja“ dazu.

Einige Politiker finden das eine super Idee. Andere sind ganz klar dagegen. Die Bildungsministerin von Deutschland will nicht gleich ein bundesweit gleiches Abi einführen. Aber die Aufgaben sollten schon ähnlicher werden, findet sie. Das sei eine Frage der Gerechtigkeit.

Autoren: Jörg Ratzsch und Doreen Garud

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