Wer zwitschert im Garten?

Der Haussperling Foto: Archiv
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Der Haussperling Foto: Archiv

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04. Januar 2013, 10:44 Uhr

Habt ihr am Wochenende schon etwas vor? Vielleicht habt ihr Lust, nach Vögeln Ausschau zu halten, die bei euch im Garten sitzen, am Futterhäuschen Rast machen oder am Balkon vorbeifliegen? Die Naturschutzjugend - das ist ein Umweltverband für Kinder und Jugendliche - bittet Mädchen und Jungen nämlich von heute bis Sonntag um Hilfe: Sie sollen an einem der drei Tage eine Stunde lang im Garten, auf dem Balkon, am Futterhäuschen oder im Park Vögel zählen. Deshalb heißt die Mitmachaktion auch "Stunde der Wintervögel".

Mitzumachen ist im Grunde gar nicht schwer: Ihr zieht euch warm an, sucht euch ein passendes Plätzchen aus und notiert von jeder Art die höchste Anzahl der Vögel, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen war. Die Tiere müssen sich nicht im Garten oder am Futterhäuschen niederlassen. Es zählt auch, wer vorbeifliegt.

Weil den Bäumen und Sträuchern im Winter das Laub fehlt, kann man die Vögel gut sehen und viele ganz leicht an ihrem Aussehen erkennen. Ihr seid euch nicht sicher, ob ihr die verschiedenen Vogelarten auseinanderhalten und benennen könnt? Das ist kein Problem: Auf dem Bild zum Text seht ihr eine Übersicht, die euch beim Erkennen und Zählen hilft. Dort seht ihr auch ein Beispiel, wie gezählt wird. Im Internet findet ihr unter dem langen Link http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/stundederwintervoegel/voegel/ noch Bilder und Erklärungen zu vielen weiteren Vögeln, die im Winter bei uns vorkommen.

Damit eure Ergebnisse ausgewertet werden können, müsst ihr Bogen bis zum 14. Januar an die Naturschutzjugend schicken. Ihre Adresse lautet: Naju, Kinderbereich, Charitéstraße 3, 10117 Berlin. Unter allen Einsendungen werden mehrere Preise verlost. Wer Lust hat, kann auch mehrmals am Wochenende zählen. Wichtig ist dann aber, dass ihr euch dafür verschiedene Orte aussucht, also einmal beispielsweise eine Stunde im Garten zählt und dann in den Park geht, und eure Ergebnisse auch getrennt aufschreibt.

Bei der Zählaktion mitmachen können natürlich auch Erwachsene. Am Ende werden alle Zählungen ausgewertet. Ziel sei es, ein möglichst genaues Bild davon zu erhalten, welche Vögel in unseren Städten und Dörfern leben. Deshalb soll auch nicht im Wald gezählt werden. Außerdem zeigen die Ergebnisse auch, welche Wintergäste aus dem Norden und Osten nach Mitteleuropa ziehen und wie sich möglicherweise das Vorkommen der Wintervögel im Laufe der Jahre verändert, heißt es beim Naturschutzbund Nabu, der die Aktion zusammen mit der Naturschutzjugend veranstaltet. "Je mehr Menschen bei der Stunde der Wintervögel mitmachen, desto genauer werden die Ergebnisse", sagen die Veranstalter.

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