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Spende : Wenn Zellen Leben retten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Katharina hat Stammzellen gespendet. Sie können einem anderen Menschen helfen, wieder gesund zu werden.

Vielleicht hast du mal gehört, dass es Menschen gibt, deren Blut krank ist. Das kann daran liegen, dass sie Blutkrebs haben. Bestimmte Blutzellen funktionieren dann nicht mehr richtig. Das ist gefährlich. Manchmal sterben Patienten sogar daran. Es ist aber möglich, dass diese kranken Menschen durch gesunde Zellen eines anderen Menschen geheilt werden können. Die gesunden Zellen übernehmen dann in ihrem Blut die Aufgaben der kranken Zellen.

Einen passenden Spender für solche gesunden Blutzellen zu finden, ist aber schwer. Denn Zellen sind bei fast jedem Menschen anders. Sind sie sich nicht sehr ähnlich, nimmt der Körper die fremden Zellen nicht an. Damit man für einen kranken Menschen einen passenden Spender findet, muss man also eigentlich sehr viele Menschen untersuchen. Um das einfacher zu machen, wurden große Spenderdateien angelegt, in denen Spender vermerkt sind. In den Dateien sind die Merkmale der Zellen aus dem Blut von vielen Menschen gespeichert – auch von Katharina Wagner.

Katharina Wagner ist 26 Jahre alt. Sie hat sich vor einigen Jahren als Spenderin vermerken lassen. „Dafür habe ich mit einem Wattestäbchen an der Wange in meinem Mund entlang gestrichen. Das Stäbchen habe ich dann an ein Labor geschickt“, erklärt sie. Im Labor wurde dann untersucht, welche Merkmale die Zellen haben, die am Wattestäbchen kleben. Diese Merkmale speichert man in der Spenderdatei ab. In der Datei schaut man dann nach, wenn es einen Kranken gibt. Es wird gesucht, ob jemand ähnliche Stammzellen hat. Das war bei Katharina Wagner letztes Jahr der Fall! Um zu schauen, ob sie wirklich als Spenderin geeignet ist, ließ Katharina Wagner dann ihr Blut genauer untersuchen. Das Ergebnis war gut.

Einige Tage vor der Spende musste sie ein Medikament nehmen. Das sorgte dafür, dass mehr Stammzellen in ihr Blut kamen. „Der Körper reagierte schon auf das Medikament“, sagt Katharina Wagner. „Mir tat am Ende alles weh. Aber ich würde es trotzdem sofort wieder machen!“ In einer Klinik wurde Katharina Wagner dann an eine besondere Maschine angeschlossen. Die hat die Stammzellen einige Stunden lang aus ihrem Blut gefischt. Diese Zellen gab man an den Kranken weiter.

Inzwischen hat Katharina Wagner die Nachricht erhalten, dass der Patient die Zellen sehr gut angenommen hat. Vielleicht hat sie mit ihrer Spende sogar ein Leben gerettet. „Eigentlich habe ich das Gefühl, dass ich gar nichts Besonderes gemacht habe“, sagt Katharina Wagner. „Aber natürlich ist es ein schönes Gefühl, wenn man jemandem helfen kann.“

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