Weltall : Wenn die Perseiden glühen

Das Aufglühen eines Meteors nennen wir auf der Erde Sternschnuppen.
Das Aufglühen eines Meteors nennen wir auf der Erde Sternschnuppen.

In keinem anderen Monat sind so viele Sternschnuppen am Himmel zu entdecken. Warum ist das so?

svz.de von
07. August 2019, 14:52 Uhr

Du hättest gerne ein Haustier? Oder du magst einen Freizeitpark besuchen? Derzeit solltest du immer nachts deine Wünsche bereithalten. Denn Mitte August lassen sich besonders viele Sternschnuppen beobachten. Und bei jeder darf man sich etwas wünschen. Das zumindest erzählen sich viele Leute.

Wissenschaftler nennen diesen Sternschnuppen-Regen Perseiden. Ihren Namen haben die Perseiden bekommen, weil sie scheinbar aus dem Sternbild Perseus entspringen. Dieses Sternbild taucht bei Sonnenuntergang im Norden auf.

Zu sehen sind die Perseiden aber am ganzen Himmel. Und zwar fast einen ganzen Monat lang. Die meisten Sternschnuppen machen sich in der Nacht vom 12. auf den 13. August auf den Weg. Wenn es nicht bewölkt ist, kann man mit etwas Glück alle paar Minuten einen hellen Streifen am Himmel entdecken! „Einige blitzen nur für vielleicht eine Sekunde auf. Aber manche bleiben mehrere Minuten am Himmel stehen“, sagt Rüdiger Jehn. Er arbeitet bei der Weltraumorganisation Esa.

Verursacht werden diese Sternschnuppen von einem Kometen, also einem großen Brocken im All. Sein Name: Swift-Tuttle. „Er kreist alle 133 Jahre auf einer langgezogenen Bahn um die Sonne“, weiß Rüdiger Jehn. „Jedes Mal, wenn er in die Nähe der Sonne kommt, wird er wärmer und verliert Material.“ Wie ein schmutziger Schneeball, der taut. Ist der Komet weg, bleiben auf seiner Bahn kleine Teilchen zurück.

Und jedes Jahr im August durchkreuzt die Erde diesen Strom aus Staubteilchen. Trifft nun so ein Teilchen von der Größe eines Sandkorns oder sogar einer Erbse auf die Atmosphäre der Erde, sehen wir eine Sternschnuppe.

Das Sternschnuppen-Leuchten hängt mit der Luft auf unserem Planeten zusammen. „Die kleinen Teilchen rasen mit irrsinniger Geschwindigkeit in die Atmosphäre rein“, sagt Herr Jehn. Die Luft an dieser Stelle wird wahnsinnig heiß. „Die Teilchen regen die Luft zum Leuchten an und verglühen dann selbst“, sagt er.

Übrigens: Nicht nur die Perseiden verursachen Sternschnuppen. Auch andere kleine Teilchen fliegen durch unser Sonnensystem und können mit der Erde zusammenstoßen. „Das Weltall ist voll mit kosmischem Staub“, sagt Rüdiger Jehn. Also: Auch in anderen Nächten lohnt es sich, ab und zu nach Sternschnuppen Ausschau zu halten!

Autorin: Claudia Bonati, dpa

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen