Namen : Wenn der Vorname nervt

Wenn Klassenkameraden einen wegen des Vornamens ärgern, hilft nur eines: cool bleiben.
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Wenn Klassenkameraden einen wegen des Vornamens ärgern, hilft nur eines: cool bleiben.

Wer von seinen Mitschülern geärgert wird, kann sich selbst einen Spitznamen geben.

svz.de von
31. März 2016, 23:25 Uhr

Ute Schnute. Arne Banane. Simone Zitrone. So heißt fast niemand, klar. Aber so werden vielleicht manche Menschen genannt, die Ute, Arne oder Simone heißen – aus Spaß, weil es sich gut reimt.

Die Leute finden das sicher oft nicht besonders witzig, sondern doof und nervig. Es gibt aber auch andere Gründe, warum ein Kind seinen Vornamen nicht mag. Zum Beispiel weil viele in der Klasse so heißen – oder weil man denkt, dass der Name irgendwie nicht zu einem passt.

Was macht man da? „Die eleganteste Lösung ist, sich selbst einen Spitznamen zu geben. Und den immer zu verwenden – bis die anderen einen auch so nennen“, sagt ein Fachmann. Er ist Psychologe für Kinder.

Doch was, wenn die Klassenkameraden trotzdem Scherze machen? Der Experte rät: „Cool bleiben. Auch wenn es schwerfällt. So verdirbt man ihnen den Spaß und sie hören bestimmt damit auf.“

Die Geschichte mit dem Vornamen, den gleich mehrere Kinder haben, kennt er: „Ich heiße Michael. Davon gab es in meiner Klasse vier.“ Das war aber für ihn kein Problem. Er fand das sogar sehr praktisch. „Wenn der Lehrer Michael aufrief, habe ich erst einmal nicht reagiert. Nach dem Motto: Och, der meint mich gerade nicht. So habe ich ein bisschen Zeit gewonnen, bis ich antworten musste“, sagt der Fachmann und lacht.

Er hat in seinem Job die Erfahrung gemacht, dass nur ziemlich wenige Kinder ihren Namen richtig super finden. Das ist immerhin ein kleiner Trost für alle, die ihren Vornamen nicht so gern mögen. Und wenn er einem gar nicht passt, muss eben ein cooler Spitzname her.

Autorin: Alexandra Stober

Trend

So nennen viele Eltern ihre Kinder

Klamotten können angesagt sein – oder Bands, Computerspiele und Fernseh-Serien. Das gilt auch für Vornamen. Seit ein paar Jahren sind in Deutschland etwa diese hier in: Sophie, Maximilian, Mia, Alexander, Marie und Ben. Viele Eltern nennen ihre Töchter und Söhne so.

Im vergangenen Jahr war bei den Mädchen Mia auf Platz eins. Das gaben Experten gestern bekannt. Genau gesagt war Mia der beliebteste erste Vorname. Meistens ist das auch der Rufname eines Kindes – so wird es also genannt.

Der beliebteste erste Jungen-Vorname ist eine Überraschung: Jonas. Im Jahr zuvor hatte er noch auf Platz sieben der Rangliste gelegen. In den einzelnen Bundesländern stehen auch andere Namen vorn.

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