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Körper : Wenn der Muskelkater kommt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wenn man sich körperlich sehr angestrengt hat, dann können am nächsten Tag die Muskeln wehtun.

Autsch! Das tut aber weh. Vielleicht hast du es auch schon einmal erlebt, dass deine Muskeln geschmerzt haben, nachdem du dich viel bewegt hast. Doch woher kommen diese Schmerzen eigentlich? Das weiß Professor Ingo Froböse aus Köln. Er kennt sich gut mit dem Körper aus. „Man bekommt Muskelkater, wenn man die Muskeln auf eine ungewohnte Art belastet“, sagt er.

Das kann zum Beispiel passieren, wenn du nach einer langen Zeit wieder Fahrrad fährst und eine Radtour machst. Dann tun dir vielleicht am nächsten Tag die Beine weh. Denn die Beinmuskeln sind die Bewegung beim Fahrradfahren nicht mehr gewöhnt.

In den Muskeln zerreißen bei der ungewohnten Anstrengung winzig kleine Fasern. „Das muss der Körper reparieren und dadurch entsteht der Muskelkater“, sagt der Experte. Das geschieht aber nicht sofort.

Zunächst einmal entdeckt der Körper, dass im Muskel überhaupt etwas beschädigt ist. Daraufhin sorgt er dafür, dass sich dort die Durchblutung und die Wärme erhöhen. Das ist wie eine kleine Entzündung. Die Zellen, die beschädigt sind, werden regelrecht aufgeschwemmt. Dort wandern dann ganz bestimmte Zellen hin, die die Bruchstücke abbauen. Bis die vor Ort sind, dauert es aber oft rund einen Tag. Deshalb spürt man einen Muskelkater nie sofort, sondern er kommt erst später. Meist dauert es ungefähr zwei Tage, bis das Gewebe repariert ist.

Dann verschwindet der Muskelkater von selbst. „Ein Muskelkater ist nicht schlimm. Er ist auch keine Krankheit“, sagt der Experte. Aber der Muskel tut in dieser Zeit weh. Man hat an dieser Stelle auch nicht ganz so viel Kraft wie sonst. Wenn man Muskelkater in den Armen hat, fühlen sie sich zum Beispiel ziemlich lahm an.

So richtig viel tun kann man gegen Muskelkater leider nicht. Es gibt zwar Salben, die man auf die Haut schmieren kann. „Das bringt aber nichts“, sagt der Experte. Der schmerzende Muskel liegt so tief unter der Haut, dass die Salbe ihn gar nicht erreicht. Manchmal hilft es aber gegen Muskelkater, wenn man sich ein bisschen bewegt und zum Beispiel einen Spaziergang macht. Auch eine heiße Dusche oder ein warmes Bad tun den Muskeln dann oft gut, sagt Ingo Froböse.

Autorin: Maria Berentzen

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