Bewegung : Welche Sportart passt?

Beim Schwimmen trainiert man den ganzen Körper.
Beim Schwimmen trainiert man den ganzen Körper.

Schwimmen, Fußball oder Tennis? Wir haben Tipps, wie du das Richtige für dich findest.

svz.de von
21. November 2018, 16:35 Uhr

Judo oder Fußball, Ballett, Schwimmen oder doch Leichtathletik? Es gibt so viele verschiedene Sportarten! Doch wie findest du die, die zu dir passt? Der Fachmann Ingo Froböse meint, zuerst müssen Kinder sich drehen, hüpfen, springen und hangeln können. „Es wäre Quatsch, vorher mit einer Sportart anzufangen“, sagt Herr Froböse. Er ist Professor an einer Sportuniversität. „Wer all das beherrscht, kann auch Fußball oder Eishockey spielen“, sagt er.

Wenn du aber noch nicht weißt, was du machen willst, dann rät er: „Probiere ganz viele unterschiedliche Dinge aus.“ Frag am besten deine Eltern nach einem Sportverein oder Turnverein in der Nähe. Die haben meist verschiedene Angebote. Zum Beispiel Kinderturnen oder Leichtathletik. Auch Schwimmen ist super, wenn du mit Sport anfangen willst. Oder du gehst mal in ein Feriensportcamp. So kannst du rausfinden, worin du richtig gut bist.

Besonders das Kinderturnen ist ein guter Anfang, um verschiedene Geräte und Materialien auszuprobieren. So eine Sporthalle hat einiges zu bieten. Nicht nur große Turnmatten für Purzelbäume, sondern auch Sprossenwände oder Kletterseile. „Für Kinder ist das ziemlich cool, weil sie immer wieder was Neues ausprobieren“, sagt Jacob Schönball. Er ist Experte für Kinderturnen.

Beim Turnen muss man sich konzentrieren und manchmal auch seine Angst überwinden. Deshalb ist es auch eine gute Grundlage für alle anderen Sportarten. Viele Vereine bieten Schnupperstunden dafür an. Man muss sich also nicht direkt anmelden und Geld bezahlen. Dabei kannst du auch mit Gleichaltrigen spielen. Dazu kommt noch ein Vorteil: „Gerade beim Spielen lernt man, auch mal zu verlieren und Regeln zu akzeptieren“, sagt Herr Froböse.

Frühestens ab sechs bis acht Jahren könnte man sich auf zwei Sportarten konzentrieren. So empfehlen es die Experten. Wer älter ist als zehn Jahre, kann sich dann auf eine Sportart festlegen. Bis dahin weißt du dann schon, ob du gut mit einem Ball umgehen kannst. Oder ob du eher ein Läufer bist. Vielleicht ist es dir auch wichtiger, mit anderen zusammen zu spielen – in einer Mannschaft. „Das Wichtigste ist die Lust an der Bewegung“, sagt Herr Froböse.

Deshalb sollten nicht Mama und Papa entscheiden, sondern du selbst. Wenn dir eine Sportart keinen Spaß macht, ist das kein Problem. Dann kannst du einfach eine andere ausprobieren.

Autorin: Bernadette Winter

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