Kinderseite_Logo_962px.JPG

Körper : Warum Ohren Töne hören

Wenn du deine Hand wie einen Trichter an dein Ohr hältst, kannst du Geräusche etwas deutlicher hören.
Wenn du deine Hand wie einen Trichter an dein Ohr hältst, kannst du Geräusche etwas deutlicher hören.

Hören erscheint leicht, ist aber ein komplizierter Vorgang – und mutet wie ein Wunder an!

von
25. Oktober 2019, 11:05 Uhr

Was für eine Zahl! Unser Gehör kann etwa 400 000 verschiedene Töne wahrnehmen. Und es erkennt auch noch, aus welcher Richtung diese kommen. Aber nun von vorne: Wie funktioniert das menschliche Gehör überhaupt?

Die Ohrmuschel: Die Geräusche, die du hörst, sind schwingende Luft. Es sind sogenannte Schallwellen. Du kannst sie nicht sehen, aber fühlen. Zum Beispiel, wenn du auf eine Trommel schlägst oder die Hand vor einen Lautsprecher hältst, aus dem Musik kommt. Die Schallwellen werden von der Ohrmuschel aufgefangen. Diese funktioniert wie ein Trichter. Wenn du deine Hand wie eine Schale formst und deine Ohrmuschel damit vergrößerst, hören sich die Geräusche gleich deutlicher an.

Das Trommelfell: Die von der Ohrmuschel gebündelten Schallwellen gelangen nun durch den Gehörgang zum Trommelfell. Das ist eine dünne, gespannte Haut, die von den Schallwellen in Schwingung versetzt wird. Das Trommelfell trennt das äußere Ohr vom Mittelohr.

Das Mittelohr: Das Mittelohr ist mit Luft gefüllt und es gibt drei winzige Knochen darin: Hammer, Amboss und Steigbügel. Ihre lustigen Namen haben die Knöchelchen wegen ihrer Form bekommen. Sie liegen hintereinander und leiten die Schwingung des Trommelfells weiter, vom Hammer zum Amboss und dann zum Steigbügel. Dieser ist mit dem sogenannten ovalen Fenster verbunden. Das ist eine kleine, mit Haut überspannte Öffnung, die zum Innenohr führt.

Das Innenohr: Das Innenohr befindet sich in einer Kapsel aus Knochen und ist dadurch gut geschützt. Hier sitzt unser eigentliches Hörorgan: die Gehörschnecke. Sie ist tatsächlich wie eine winzige Schnecke geformt. In ihr ist eine Flüssigkeit, in der der Schall kleine Wellen erzeugt. Je nachdem wie hoch oder tief, laut oder leise der Ton ist, sind die Wellen stärker oder schwächer. Im gesamten Schneckengang sind unzählige extrem winzige Haare, die durch die Wellen in Bewegung geraten. Diese Härchen geben die gesammelten Informationen an den Hörnerv weiter. Und der schickt sie wiederum zum Gehirn. Dort werden sie dann als Sprache, Geräusch oder Musik gedeutet. Neben der Schnecke sitzt auch noch unser Gleichgewichtsorgan. Es sendet dem Gehirn Informationen, wie wir den Kopf halten oder wie schnell wir gerade sind. Dadurch kann sich unser Körper ausbalancieren.

All diese Vorgänge in unserem Ohr und unserem Gehirn geschehen übrigens in rasender Geschwindigkeit!

Autorin: Helen Ahmad, dpa

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen