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Wissen : Warum ist die Banane krumm?

Bananen wachsen an Stauden.
Bananen wachsen an Stauden.

Weit gereist – der Weg der Banane von der Plantage bis zum Supermarkt.

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22. Juni 2017, 23:25 Uhr

Wenn du zum Pausenbrot eine Banane verspeist, hat diese Frucht schon eine sehr lange Reise hinter sich. Bananen werden aus Ländern in Zentralamerika, wie Costa Rica und Panama oder aus Ländern in Südamerika, wie Ecuador, Kolumbien und Nicaragua, eingeführt. Die Pflanze liebt ein gleichmäßig feuchtwarmes, also Tropenklima.

Ursprünglich war sie in Südostasien beheimatet. Von dort gelangte sie über Indien in den arabischen Raum. Durch arabische Händler kam sie nach Afrika und Europa. In der Zeit der großen Eroberungen und Entdeckungen, im 15. und 16. Jahrhundert, brachten spanische und portugiesische Seefahrer die Nutzpflanze nach Amerika. Dort gedeiht sie seitdem prächtig in riesigen Plantagen. Ihren Namen bekam sie übrigens von den Arabern. Diese nannten die Frucht „banan“ und das bedeutet Finger.

Bananen wachsen an Stauden. Der Stamm besteht nicht aus Holz, sondern aus aufgerollten, verhärteten Blättern. Das nennt man einen Scheinstamm. Die Staude wird zwischen drei und neun Metern groß. Dicht an dicht stehen die Stauden in den Plantagen. Nach sechs Monaten etwa bildet sich eine riesige violette Knospe. Diese besteht aus 200 einzelnen gelblichen Blüten.

Die Knospe wächst zuerst nach oben. Da sie aber immer schwerer wird, neigt sie sich langsam und wächst nach unten. Die kleinen Bananen sind noch ganz gerade und wachsen seitlich aus dem Stängel heraus. Wenn das große Blatt der Knospe über ihnen vertrocknet und abfällt, verändern die Bananen ihre Form. Sie krümmen sich nach oben zum Licht hin, ändern also ihre Wuchsrichtung. So wachsen sie sogar um die über ihnen hängenden Bananen herum. Das ist der Grund, warum die Bananen krumm sind.

Eine Knospe besteht aus etwas 14 Bananenbüscheln. Diese werden „Hände“ genannt. So eine Hand hat etwa 20 Bananen. Diese nennt man „Finger“. Drei bis sechs Monate nach Ausbildung der Blüten, werden die Bananen geerntet. Bananenpflanzen tragen nur einmal im Leben Früchte. So schlagen die Erntearbeiter die ganze Mutterpflanze ab. An den Wurzeln aber bilden sich bereits neue Sprösslinge. Diese wachsen zur neuen Bananenstaude heran. Da Bananen viele Nährstoffe zum Wachsen benötigen, sind die Böden sehr bald ausgelaugt. Nach 20 Jahren müssen also immer wieder neue Plantagen angelegt werden.

Bei der Ernte sind die Bananen ganz grün und ungenießbar. Wären sie reif, würden sie bei uns als Matsch ankommen. So verpackt man sie grün in Kisten, die dann auf Schiffe verladen werden. Dort lagern die Früchte in Kühlkammern, wo sie auf der langen Reise frisch bleiben. Bananen gibt es bei uns erst seit etwa 100 Jahren, da man vorher noch keine Kühlschiffe hatte. Die Reifung beginnt dann erst in den Häfen, also dort, wo sie ankommen. Danach geht es in die Supermärkte und schließlich zu euch nach Hause.

Autorin: Silvia Friedrich

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