Naturkatastrophe : Warum in Italien häufiger die Erde bebt

Durch ein Erdbeben wurde viele Häuser in Dörfern in der Mitte Italiens zerstört.
Durch ein Erdbeben wurde viele Häuser in Dörfern in der Mitte Italiens zerstört.

Das Land liegt auf einer kleinen Erdplatte.

svz.de von
24. August 2016, 23:14 Uhr

In Italien gab es in der Nacht zu gestern ein heftiges Erdbeben. Dass die Erde bebt, passiert in dem Land immer wieder. Warum das so ist? Erdbeben haben mit der äußeren Schale der Erde zu tun. Die Erde selbst hat ungefähr die Form einer Kugel. Im Inneren ist sie flüssig und heiß. Auf diesem heißen Erdmantel schwimmen mehrere Erdplatten. Sie sind ständig in Bewegung.

Dabei kommt es immer wieder vor, dass Erdplatten aneinandergeraten, erklärt der Experte Marco Bohnhoff. Sie schrammen zum Beispiel aneinander, schieben sich übereinander und untereinander. Dabei verkanten und verhaken die Platten sich.

Weil die Platten sich weiterbewegen, entstehen Spannungen. Diese Spannungen entladen sich in Erdbeben. In den Erdplatten kommt es dabei zu Rissen und Brüchen. Die meisten schweren Erdbeben passieren an den Rändern von Erdplatten.

Italien liegt auf einer kleinen Erdplatte. Sie heißt apulische Platte, sagt Marco Bohnhoff. Von Süden bewegt sich eine große Erdplatte Richtung Norden: die afrikanische Platte. Sie drückt unter die eurasische Platte.

„Italien liegt mitten in der Knautschzone dieser Platten“, sagt der Experte. „Es wird in größerer Tiefe zusammengedrückt.“ Dabei staut sich Energie auf. Diese Energie hat sich in der Nacht zu gestern entladen. Dabei gebe Gestein nach und alles rutsche tiefer, sagt der Fachmann. „Dabei werden Erdbebenwellen ausgesendet. Sie führen zu den heftigen Zerstörungen.“

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