Wetter : Warum Blitze gefährlich sind

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Elektrische Spannung entlädt sich weiträumig. Man sollte sich von freien Flächen entfernen und hohe Punkte meiden.

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06. Juni 2016, 23:00 Uhr

Große Bühnen, auf denen Musiker auftreten. Ein ganzes Wochenende lang. Dazu Tausende Fans, die im Freien feiern und abends in Zelten campen. So geht es auf vielen Musik-Festivals im Sommer zu. Bekannt ist zum Beispiel „Rock am Ring“. Das Festival in Rheinland-Pfalz wurde am Wochenende allerdings vorzeitig abgebrochen. Dort hatte es Unwetter und Blitzeinschläge gegeben. Dabei waren viele Menschen verletzt worden.

Diese Menschen sind allerdings nicht direkt von Blitzen getroffen worden. Ein Blitz kann aber auch gefährlich sein, wenn er in der Nähe des Punktes einschlägt, an dem man steht. Das hat mit der elektrischen Spannung zu tun, die sich bei einem Blitz entlädt.

Blitze gibt es bei Gewittern. Damit Gewitter entstehen, braucht es Feuchtigkeit und Wärme. Bei so einem Wetter bilden sich in Wolken elektrische Ladungen. Innerhalb der Wolke herrscht dann eine hohe elektrische Spannung. Und diese Spannung will sich ausgleichen. Das passiert, wenn es blitzt.

Es gibt Blitze innerhalb der Wolke, zwischen den Wolken sowie Blitze zwischen Wolke und Boden. Wenn ein Blitz einschlägt, breitet sich der Strom im Boden von der Einschlagstelle in alle Richtungen aus.

Deswegen kann es auch in einiger Entfernung vom Einschlag gefährlich sein. Durch den Körper kann dann Strom fließen. Experten sprechen von bis zu 30 Meter Entfernung vom Einschlagsort.

Um sich vor Blitzen zu schützen, raten Experten unter anderem: Man soll sich von freien Flächen entfernen und hohe Punkte meiden, wie zum Beispiel Bäume. Denn Blitze suchen sich erhöhte Punkte zum Einschlagen.

Ist man draußen und kommt nicht rechtzeitig nach Hause, soll man sich einen tiefen Punkt suchen und dort in die Hocke gehen. Die Füße und Beine sollen sich berühren. Knie und Arme soll man dicht an den Brustkorb ziehen und den Kopf gesenkt halten. Am besten hockt man sich auf eine Tasche oder einen Rucksack.

Autorin: Silke Katenkamp

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