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Kunst : Vom Korn zur Geschichte

Die Künstlerin Alla Denisova hat das Sandmalen vor zehn Jahren im Internet entdeckt.
Die Künstlerin Alla Denisova hat das Sandmalen vor zehn Jahren im Internet entdeckt.

Sand ist vielfältig: So lassen sich nicht nur Figuren damit bauen, sondern einige Künstler malen auch damit.

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25. März 2019, 15:25 Uhr

Eine Geschichte erzählen, ohne dabei ein Wort zu sagen? Das geht! Und zwar im Sand-Theater. „Es ist eine Mischung aus Kunst, Theater und Musik“, sagt Dimitrij Sacharow. Er hat das Sand-Theater in Berlin gegründet. Er denkt sich die Geschichten aus, die in dem Theater aufgeführt werden.

Die Sandmaler sind richtige Künstler. Nur malen sie eben nicht mit Farbe und Pinsel, sondern mit Sand und ihren Händen. Das machen sie direkt vor dem Publikum. Selbst für große Geschichten brauchen sie dabei nur einen kleinen Eimer Sand. Denn es sind immer dieselben Sandkörner, die sie auf einem Tisch hin und her bewegen.

Auf der Bühne malt die Künstlerin Alla Denisova zum Beispiel Bilder von einem Bären oder einem Gebäude. Sobald ein Sandbild fertig ist, verändert sie es gleich wieder. Sie schiebt die feinen Körner mit den Händen zurecht, wischt sie an bestimmten Stellen weg, fügt woanders wieder welche dazu. Aus einem Auge wird so ein Vogel und ein Mädchen wird zu einem Baum.„Diese Übergänge sind das Schwierigste bei der Sandmalerei“, sagt Alla Denisova. Keines ihrer Bilder bleibt lange bestehen. Dass sie die schönen Bilder gleich wieder wegwischt, macht die Künstlerin nicht traurig. „Es ist wie bei einer Reise. Die Bilder bleiben im Kopf.“ Als Sandmalerin hat sie selbst eine ganze Menge Bilder im Kopf gespeichert.

Sie merkt sich, in welcher Reihenfolge die Bilder erscheinen sollen. Denn es gibt einen genauen Ablauf, zu dem auch Musik gehört. Diese passt genau auf die Bilder. „Die Musik hilft aber auch beim Erinnern“, sagt sie. Trotzdem muss sie viel auswendig lernen und jeden Tag üben. Die Künstlerin hat das Sandmalen vor zehn Jahren im Internet entdeckt. „Ich war sofort fasziniert und wollte das auch machen“, erinnert sie sich. Dem Theaterleiter Dimitrij Sacharow gefällt es, wenn die Zuschauer in die Geschichten eintauchen. „Hier können sie sich entspannen und sich von der Musik und unseren Sandbildern berieseln lassen.“

Autorin: Insa Kohler, dpa

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