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Kino : Viel Arbeit für kurzen Film

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Regisseurin Halina Dyrschka zeigt: Man kann auch in 14 Minuten eine spannende Geschichte erzählen.

Der erfolgreichste Film von Halina Dyrschka ist kürzer als eine große Pause in der Schule. Er dauert nur 14 Minuten und ist damit ein Kurzfilm. „Eigentlich ist ein Kurzfilm genau wie ein Langfilm – er ist einfach nur kürzer“, erklärt Halina. Sie ist Filmemacherin.

Die meisten Spielfilme im Fernsehen oder Kino sind mehr als eine Stunde lang, oft sogar fast zwei Stunden. Kurzfilme dauern dagegen oft nicht länger als eine halbe Stunde. Oft sind sie sogar noch kürzer, fünf Minuten oder 15 Minuten zum Beispiel.

Kurzfilme können bestimmte Dinge besonders gut zeigen. „Man kann Themen bearbeiten, die in einem Langfilm untergehen würden“, sagt Halina. In einem Langfilm gibt es oft mehrere Geschichten – man muss schließlich meist 90 Minuten füllen. In einem Kurzfilm steht dagegen oft nur ein Ereignis im Mittelpunkt.

In Halinas Film „Neuneinhalbs Abschied“ geht es um zwei Brüder. Sie bekommen einen Hamster geschenkt mit dem Namen Neuneinhalb. Denn er ist genau neuneinhalb Zentimeter groß. Irgendwann stirbt Neuneinhalb leider. Die Brüder begraben das Tier in einem Schuhkarton im Garten. Er kommt in den Himmel, erzählt der größere Bruder dem kleineren. Und eines Tages ist der Hamster tatsächlich nicht mehr im Schuhkarton...

Obwohl der Film sehr kurz ist, stecken viel Zeit und Arbeit darin. An dem 14-minütigen Film hat Halina mit mehr als 20 Helfern insgesamt ein Jahr lang gearbeitet. Zehn Tage dauerten die Dreharbeiten. Am Ende hatte Halina fast sechs Stunden Filmmaterial aufgenommen. Um den Film so kurz zu bekommen, mussten sich Halina und ihre Mitarbeiter alles anschauen und Szenen auswählen. Dann mussten sie die einzelnen Momente so wirkungsvoll wie möglich zusammenfügen. Halina sagt: „Auch für einen Kurzfilm gilt: je kürzer, desto besser.“

Autorin: Christina Peters

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