Politik : Verbote für den Iran

Im Iran wird viel Erdöl und Erdgas gefördert.
Im Iran wird viel Erdöl und Erdgas gefördert.

Der Handel mit diesem Land wird von den USA behindert. Wir erklären dir, warum das so ist.

svz.de von
21. November 2018, 16:37 Uhr

Die Regierungen der Länder Iran und USA verstehen sich nicht gut. Momentan streiten sie sich besonders heftig. Der Präsident der USA will erreichen, dass der Iran seine Politik ändert. Um ihn dazu zu zwingen, hat er gestern Sanktionen eingeführt. So nennt man Maßnahmen, die ein Land unter Druck setzen sollen.

Wie wirken die Sanktionen? Besonders wichtig für das Land ist der Verkauf von Erdöl und Erdgas. Die USA wollen erreichen, dass kaum jemand auf der Welt mehr Geschäfte mit dem Iran machen kann. Dann würde das Land viel weniger Geld verdienen. Die Idee dahinter ist: Geht dem Iran das Geld aus, werden die iranischen Politiker den USA nachgeben. Die haben aber schon gesagt, dass sie das nicht tun werden.

Was wollen die USA vom Iran? Die USA finden, der Iran soll keine gefährlichen Waffen besitzen. Das Land soll zudem versprechen, diese auch nicht zu entwickeln. Außerdem soll der Iran aufhören, sich in die Politik anderer Länder in seiner Region einzumischen. Der Vorwurf: Der Iran unterstützt Terrorgruppen.

Was denken andere Länder über die Sanktionen? Einige Länder wie etwa Israel unterstützen die USA. Denn Israel fühlt sich durch den Iran bedroht. Andere Länder wie Deutschland finden die Maßnahmen so nicht richtig. Sie sagen: Der Iran hat sich an seine Abmachungen mit uns gehalten. Etwa daran, keine Atomwaffen zu bauen.

Treffen die Sanktionen auch deutsche Firmen? Ja. Denn die USA sagen: Wenn ihr mit dem Iran Geschäfte macht, könnt ihr keine Geschäfte mehr mit uns machen. Das ist für viele deutsche Firmen ein Problem, denn sie verdienen mit dem Verkauf etwa von Autos und Maschinen Geld in den USA. Aber sie würden auch gern weiter etwa Maschinen und Arzneimittel in den Iran verkaufen.

Autoren: Hans Dahne und Doreen Garud

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen