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Sport : Unterm Korb ganz groß

Leoni ist eine super Basketball-Spielerin.
Leoni ist eine super Basketball-Spielerin.

Leoni ist schon immer die Größte in ihrer Klasse gewesen. Beim Basketball ist das praktisch.

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13. Juni 2017, 23:42 Uhr

Die Mädchen dribbeln über das Spielfeld. So schnell wie möglich passen sie den Ball an ihren Gegnerinnen vorbei. Doch als eine Spielerin auf den Korb werfen will, ist Leoni zur Stelle. Sie springt in die Luft, streckt ihren Arm aus – und blockt den Wurf ohne große Mühe. Leoni lächelt ein bisschen.

Leoni ist 14 Jahre alt. Ihre große Leidenschaft ist Basketball. In ihrer Mannschaft ist Leoni eine wichtige Spielerin. Denn sie kann nicht nur gut dribbeln und Körbe werfen. Bei der Sportart ist ihr noch eine weitere Kleinigkeit sehr nützlich: ihre Körpergröße.

„Ich war schon in der Grundschule immer die Größte in der Klasse“, erzählt Leoni. Das hat manchmal genervt. „Zum Beispiel, weil ich immer die Bücher aus dem obersten Regalfach holen musste.“ Selbst die Lehrerin hätte dafür sonst auf einen Stuhl klettern müssen.

Irgendwann brachte Leonis Vater sie auf die Idee, ihre Größe beim Basketball zu nutzen. Groß gewachsene Leute eignen sich besonders gut für den Sport. „Das ist beim Spiel meistens hilfreich“, sagt Leoni. „Wenn ich größer als die Gegenspieler bin, komme ich besser an den Ball, wenn der vom Brett oder Korb abprallt. Und wenn ich selbst auf den Korb werfe, kommen mir keine anderen Arme in die Quere.“

Darum halten Basketball-Vereine auch gezielt nach großen Nachwuchsspielern Ausschau. So kam Leoni zusammen mit anderen großen Jugendlichen zum Club Alba Berlin. „Dort habe ich viele neue Freunde gefunden“, sagt das Mädchen. „Es ist cool, wenn man nicht als Einzige immer einen Kopf größer ist als alle anderen.“ Bei Alba trainiert Leoni nun seit zwei Jahren. Viermal pro Woche steht sie auf dem Platz. Dazu kommen noch Spiele am Wochenende in der Liga. Für andere Hobbys bleibt da keine Zeit. Aber Leoni liebt ihren Sport.

Heute ist Leoni 1,83 Meter groß. Sooo viel wachsen will sie aber nicht mehr. „Das kann im Auto oder in der Bahn schon mal nerven, wenn die Sitze zu klein sind“, erzählt sie. „Oder wenn ich mir Klamotten kaufen will und nicht das Richtige in meiner Größe finde.“ Für ihren Lieblingssport ist Leoni auf jeden Fall schon groß genug.

Im Basketball möchte sie es noch weit bringen. Ihr Traum ist es, den Sprung in die Nationalmannschaft zu schaffen. In ihrem Verein ist sie in kurzer Zeit schon weit vorangekommen.

Autor: Philipp Brandstädter

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