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Wetter : Unter dem Regenbogen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

An seinem Fuß steht ein Goldtopf – so eine Legende. Kann man den erreichen, fragt unsere Leserin Ute Möhr.

von
erstellt am 25.Okt.2017 | 10:01 Uhr

Das Wetter kann sich mal wieder nicht entscheiden: Die Sonne scheint und gleichzeitig regnet es. Ärgerlich. Vor allem, wenn man draußen spielen will. Doch nur wenn Regen und Sonne aufeinander treffen, kann man mit etwas Glück einen Regenbogen sehen.

Es ist ein ganz besonderes Schauspiel. Ein Regenbogen hat immer die gleichen Farben in der gleichen Reihenfolge: rot, orange, gelb, grün, hellblau, indigo und violett. Weil er so schön anzusehen ist, gibt es viele Geschichten über den Regenbogen. In Irland erzählt man sich zum Beispiel, dass an seinem Fuße ein Kobold mit einem Goldtopf wartet. Doch kann man einen Regenbogen eigentlich erreichen?

Das fragte sich auch unsere Leserin Ute Möhr. Sie war gerade auf der Autobahn unterwegs, als vor ihr ein großer bunter Regenbogen auftauchte. Lange fuhr sie auf ihn zu. Doch erreichen konnte sie ihn nicht. Daher fragte sie unsere Zeitung: „Hätte man irgendwann unter dem Regenbogen durchfahren können?“ Diese Frage stellten wir dem Wetterexperten Thore Hansen vom Deutschen Wetterdienst.

Thore Hansen erklärt: „Nein, einen Regenbogen kann man leider nicht erreichen.“ Er entsteht, wenn Sonnenstrahlen auf die Regentropfen fallen. Wenn das Licht auf die Rückseite von einem Tropfen trifft, wird es in die einzelnen Farben gespalten. Das könnt ihr auch beobachten, wenn ihr einen Glaskristall gegen das Licht haltet. Scheint die Sonne auf viele Regentropfen, sehen wir einen Regenbogen. Es handelt sich also um eine optische Erscheinung.

Doch warum können wir diese nicht erreichen? „Will man sich dem Regenbogen nähern, bewegt er sich einfach mit uns mit“, erklärt Thore Hansen. „Wir kommen ihm also nicht näher. Es gibt ihn ja auch gar nicht als greifbares Objekt.“ Ein Regenbogen ist einfach eine, wenn auch sehr schöne, Lichterscheinung.

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