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Biologie : Trubel im Körper

Wer verliebt ist, fühlt sich glücklich. Das verursachen bestimmte Hormone.
Wer verliebt ist, fühlt sich glücklich. Das verursachen bestimmte Hormone.

Wenn wir uns verlieben, passieren in unserem Körper viele Dinge. Dabei spielen Hormone eine wichtige Rolle.

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25. März 2019, 15:03 Uhr

Das Herz klopft schnell, die Hände schwitzen, im Bauch kribbelt es. Wir sind aufgeregt und können uns nicht konzentrieren. So beschreiben viele Menschen das Gefühl, wenn sie verliebt sind.

Nicht nur unsere Gefühle sind oft ziemlich durcheinander, wenn wir einen anderen Menschen besonders mögen. Auch in unserem Körper passiert dann allerhand. „Wenn wir verliebt sind, herrscht in unserem Körper ein Ausnahmezustand“, sagt Sebastian Schmid. „Es werden dann viele verschiedene Stoffe ausgeschüttet.“ Sebastian Schmid ist Arzt. In seinem Beruf beschäftigt er sich vor allem mit Hormonen. Das sind Stoffe, die an verschiedenen Orten des Körpers gebildet werden.

Mit dem Blut können Hormone von ihrem Bildungsort an eine andere Stelle des Körpers transportiert werden und dort eine Wirkung auslösen. Sie werden auch Botenstoffe genannt. Denn Hormone arbeiten ein bisschen wie ein Bote, der eine Nachricht von einem Ort zum anderen trägt.

Es gibt zum Beispiel Hormone, die an einer Stelle im Gehirn gebildet werden und an einer anderen Stelle bestimmte Bereiche im Gehirn aktivieren. Auch wenn wir verliebt sind, werden Hormone ausgeschüttet, die spezielle Bereiche im Gehirn anschalten. Sind diese aktiviert, fühlen wir uns glücklich.

Ein anderes Hormon, das eine wichtige Rolle beim Verliebtsein spielt, heißt Adrenalin. Es gehört zu den Stresshormonen. Adrenalin wird in fast allen Situationen ausgeschüttet, in denen wir angespannt sind. Also etwa vor einer schweren Klassenarbeit oder wenn uns jemand erschreckt. Und auch wenn wir an den Menschen denken, in den wir verknallt sind.

Adrenalin wirkt zum Beispiel am Herzen. „Das merken verliebte Menschen daran, dass das Herz schneller klopft und sie aufgeregt sind“, erklärt Sebastian Schmid. Stresshormone bewirken auch, dass sich unsere Gesichtsfarbe ändert oder unsere Hände schwitzen.

Wichtig ist: Es gibt nicht nur ein oder zwei Hormone, die in unserem Körper arbeiten, wenn wir verliebt sind. Verliebt zu sein, ist ein Gefühl, das von sehr vielen verschiedenen Botenstoffen ausgelöst wird.

Ob wir uns in einen Menschen verlieben oder nicht, hängt außerdem noch von anderen Dingen ab. Zum Beispiel davon, wie der andere Mensch riecht, wie er spricht oder sich bewegt.

Autorin: Lisa Krassuski

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