Natur : Treffpunkt im Grünen

Den ganzen Tag im Wald spielen? Manche Kinder machen das – sie gehen in einen Waldkindergarten.
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Den ganzen Tag im Wald spielen? Manche Kinder machen das – sie gehen in einen Waldkindergarten.

Menschen, Tiere und Pflanzen brauchen den Wald. Deshalb müssen wir ihn schützen.

svz.de von
18. Mai 2017, 23:53 Uhr

Der Wald ist ein echter Alleskönner. In ihm leben viele Tiere und Pflanzen. Füchse, Hirsche, Eichhörnchen, Vögel und Insekten finden hier ihre Nahrung, leben und verstecken sich. Für die Menschen ist der Wald ein tolles Erholungsgebiet. Es macht einfach Spaß, in ihm zu wandern, Pilze und Beeren zu sammeln oder Tiere zu beobachten.

Der Wald ist aber auch sehr nützlich. Seine Bäume liefern Holz zum Bauen sowie zum Heizen. Außerdem reinigt er die Luft und speichert Wasser. Moos und Pflanzenwurzeln saugen das Regenwasser wie ein Schwamm auf und speichern es im Waldboden. Überschüssiges Wasser sickert ins Grundwasser und bildet Quellen. Der Waldboden filtert dabei Schmutz und Schadstoffe aus dem Regenwasser heraus. An steilen Hängen verhindern Bäume mit ihren Wurzeln, dass die Erde ins Rutschen kommt. Wälder bremsen im Winter auch Lawinen, indem sie die Schneemassen abfangen.

Rund ein Drittel der gesamten Fläche Deutschlands ist mit Wald bedeckt. Es gibt etwas mehr Nadelbäume als Laubbäume. Viele Bäume können bis zu 50 Meter hoch und je nach Sorte mehrere hundert Jahre alt werden. Buchen können zwischen 250 und 400 Jahre alt werden, Eichen sogar bis zu 850 Jahre. In einem so genannten Wirtschaftswald, in dem die Bäume nicht einfach so vor sich hinwachsen, sondern regelmäßig gefällt werden, damit das Holz verkauft werden kann, lässt man die Bäume „nur“ zwischen 80 und 150 Jahre alt werden.

Ganz wichtig für die Wälder sind die Förster. Sie sehen im Wald nach, welche Baumarten dort wachsen, wie alt und gesund die Bäume sind und wie dicht sie nebeneinander stehen. Die Förster entscheiden, welche Bäume gefällt werden sollen, weil sie andere Bäume am Wachsen hindern oder beschädigt sind. Ob gerade seltene Vögel in dem Baum nisten oder der Baum an einem steilen Hang den Boden vor Erdrutschen schützt, ist für die Entscheidung auch sehr wichtig. An freien Stellen pflanzen Förster neue Bäume an, falls dort nicht schon von selbst welche nachwachsen. Übrigens werden nie mehr Bäume gefällt als nachwachsen, damit der Wald nicht weniger wird.

Vielleicht habt ihr euch schon über die Drahtzäune um manche Baumstämme gewundert? Die sollen die Bäume vor Rehen und Hirschen schützen. Die Knospen und Blätter junger Bäume schmecken denen nämlich besonders gut. Leider muss der Wald manchmal auch vor Menschen geschützt werden, die dort einfach Müll abladen, grillen oder Bäume absägen wollen. Um das Verständnis für den Wald zu wecken, führen manche Förster Kinder und Erwachsene durch ihren Wald und zeigen ihnen, wie spannend und kostbar dieser für uns alle ist.

Autorin: Maren Herbst

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