Tigerdame mit Vorrat an Winterspeck

<strong>Der Tigerdame Angara </strong>machen die frostigen Wintertemperaturen nichts aus. <foto>Katharina Roese</foto>
Der Tigerdame Angara machen die frostigen Wintertemperaturen nichts aus. Katharina Roese

Angara streift durch den Schnee. Mit sicheren Schritten bahnt sich die Tigerdame aus dem Schweriner Zoo ihren Weg auch über Glatteis. Angara machen die frostigen Temperaturen nichts aus.

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08. März 2013, 05:37 Uhr

Angara streift durch den Schnee. Mit sicheren Schritten bahnt sich die Tigerdame aus dem Schweriner Zoo ihren Weg auch über Glatteis. Angara machen die frostigen Temperaturen bei uns im Winter nichts aus, denn sie kommt aus Sibirien. "Diese Tiger können Temperaturen von bis zu Minus 40 oder Minus 50 Grad Celsius aushalten", sagt Katrin Otterbeck-Meyer, die Leiterin des Besucherservice vom Zoo Schwerin. "So kalt kann es in Sibirien nämlich werden."

Um gegen die Kälte gut geschützt zu sein, lagert die Tigerdame Speck in ihrem dicken Bauchfell ein. Und damit ihr warm bleibt, frisst sie sechs bis neun Kilo Rind-, Pferde- oder Kalbfleisch am Tag. Manchmal gibt es auch sogenntes Rauhfutter für die Tiger im Zoo Schwerin. "Rauhfutter sind Tiere im Ganzen, mit Haut und Haaren, sagt Katrin Otterbeck-Meyer. "Das mögen sie am liebsten fressen. Solches Futter fressen sie auch in der Natur." Die Haare und Innereien sind gut für die Verdauung der großen Raubkatze. Am Sonntag fasten die großen Katzen im Schweriner Zoo. "Wir versuchen so, die Futtersituation in der Natur nachzustellen, sagt die Zoo-Mitarbeiterin. "Im Schnitt machen Tiger von zehn Jagdversuchen nämlich nur einmal Beute."

Der sibirische Tiger ist der größte heute noch lebende Tiger. Er kann eine Länge von zwei bis zweieinhalb Metern erreichen. Die Schwanzlänge ist bis zu einem Meter und die Schulterhöhe liegt bei bis zu 1,10 Metern. Dabei können ausgewachsene Männchen sogar ein Gewicht von 300 Kilogramm auf die Wage bringen.

Der sibirische Tiger ist sehr anpassungsfähig. Er lebt sowohl in Wäldern als auch in bergigen Regionen. Hier ist er meist als Einzelgänger unterwegs. Um Rivalen zu warnen, dass sie sein Revier betreten, markiert es mit Kratzspuren und Urin. Die Großkatzen sind überwiegend nachts unterwegs. Und sie durchstreifen ein riesiges Gelände, um genug Futter zu jagen. Im Schweriner Zoo steht den Tigern ein Bereich von 2000 Quadratmetern zur Verfügung, sagt Katrin Otterbeck-Meyer. "Das ist ausreichend, denn die Tiger werden bei uns ja regelmäßig gefüttert."

Diese beeindruckende Raubkatze ist vom Aussterben bedroht. "Insgesamt gibt es nur noch 400 bis 450 von ihnen in den Wäldern Asiens", sagt die Zoo-Mittarbeiterin. Besonders der Verlust ihres natürlichen Lebensraumes und die immer kleiner werdenden Großwildbestände bedrohen den sibirischen Tiger.


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