Ein Äffchen mit besonderen Zähnen

<strong>Die Weißbüscheläffchen</strong> kommen ursprünglich aus den Wäldern Brasiliens. <foto>katharina roese</foto>
Die Weißbüscheläffchen kommen ursprünglich aus den Wäldern Brasiliens. katharina roese

Weißbüscheläffchen kommen ursprünglich aus den Wäldern Brasiliens. Dort leben sie in Gruppen zusammen und turnen über die Äste.

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08. März 2013, 05:42 Uhr

Sie sind ziemlich klein und um sie zu finden, muss man sehr genau hinschauen. Am besten sind die Weißbüscheläffchen im Dickicht der Blätter durch ihre weißen Puschelhaare am Kopf zu erkennen. Diesen verdanken sie auch ihren Namen. Raschelt es im Laub und flitzt ein schwarz-weißer Schatten vorbei, ist dies eines der Äffchen.

Die kleinen Kerlchen kommen ursprünglich aus den Wipfeln der Wälder Brasiliens. Hier leben sie in Gruppen von 15 bis 20 Tieren zusammen. Sie kommunizieren über Gesichtsausdrücke, Laute und die Körperhaltung miteinander. Weißbüschelaffen sind tagsüber aktiv. Nachts rollen sie sich in Baumhöhlen ein, um zu schlafen.

Im Schweriner Zoo flitzen und turnen die Weißbüscheläffchen über die Äste in ihrem Terrarium im Südamerika-Haus. Hier leben sie mit einem recht eindrucksvollen Zeitgenossen zusammen: einem großen Leguan. Der liegt träge auf einem Baumstamm und schaut nur dann und wann mal, was die kleinen Affen um ihn herum tun. "Leguane und Weißbüscheläffchen leben auch in Südamerika zusammen in einem Gebiet", sagt Katrin Otterbeck-Meyer, die als Leiterin des Besucherservice im Zoo Schwerin arbeitet. "Die Tiere werden hier im Zoo gemeinsam gehalten, damit sie nicht anfangen sich zu langweilen- so ist immer etwas los."

Ein Äffchen setzt sich auf einen Ast nahe der Fensterscheibe und schaut die Zoo-Mitarbeiterin aufmerksam an. Fast so als wolle es sagen: Wer bist du denn? Hast du etwas zu fressen für mich?
"Am liebsten fressen die Krallenaffen Früchte und Insekten", erklärt Katrin Otterbeck-Meyer. Auch Baumsäften trinken sie gern. Mit ihren speziell geformten, 32 Zähnen nagen sie Löcher in die Baumrinde, um an den Saft zu gelangen.

Der kleine Weißbüschelaffe schwingt sich von seinem Beobachtungsposten an der Scheibe zu einem Ast in der Nähe. Dabei balanciert er geschickt auf vier Pfoten über die Baumstämme. "Seine Krallen und der lange Schwanz helfen ihm dabei, das Gleichgewicht zu halten, wenn er durch die Wälder turnt" sagt die Zoo-Mitarbeiterin. Der Schwanz wird fast so lang wie der Körper des kleinen Affen: Nämlich zwischen 20 und 30 Zentimeter.

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