Der kleine Cousin des Kängurus

Ein Bennet-Känguru.    <foto>dpa</foto>
Ein Bennet-Känguru. dpa

svz.de von
08. März 2013, 04:22 Uhr

Am anderen Ende der Welt liegt Australien. Und ganz klein darunter ist die Insel Tasmanien.

Dort leben auch die Bennet-Kängurus. Einige von ihnen sind aber umgesiedelt und zwar in den Rostocker Zoo. Und die unterscheiden sich optisch sehr von ihren australischen Verwandten. Während ein Rotes Riesenkänguru mit 1,8 Meter so groß wie ein Mann werden kann, sind die Bennets deutlich kleiner. Im Schnitt werden sie nicht mal einen Meter groß und wiegen rund 15 Kilogramm. Ihr Fell ist graubrauner und flauschiger als das ihrer Vetter. Für die großen und kleinen Gäste des Rostocker Zoos sind sie ein echter Besuchermagnet. Wenn sie über ihr Freigehege hüpfen, wirken sie als wären sie ständig in Alarm-Bereitschaft.

Sie strecken ihre kleinen Köpfe in die Höhe und halten auf ihren langen Beinen inne. Eine Freude im Zoo ist der Nachwuchs der Bennets.

Zwei kleine Jungtiere springen gerade durchs Gehege und lassen sich bei ihren Ausflügen beobachten. Davor haben sie sich aber gut versteckt, denn Känguru-Babys machen eine ganz besondere Entwicklung durch. Nach einer Tragezeit von 29 bis 30 Tagen werden die Tiere geboren. Das wirkt erstaunlich schnell. Ist es auch, denn das Känguru ist dann noch unterentwickelt. Ihre weitere Entwicklung machen sie direkt an der Brust ihrer Mutter durch. Sie saugen sich an deren Zitze im Beutel fest und wachsen heran. Nach weiteren 280 Tagen Tragezeit wagen sie die ersten vorsichtigen Schritte aus dem sicheren Beutel heraus. Dann kann längst schon wieder ein weiteres Jungtier im Beutel heranwachsen, denn Känguruweibchen können gleichzeitig zwei Jungtiere unterschiedlichen Alters im Beutel säugen. Die Kleinen bekommen sogar unterschiedliche Milch, die besonders Nahrhafte für das kleinere und die verdünnte für das größere. Echte Wunder sind diese kleinen Kängurus – vor allem die niedlichen Bennets.

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