Assumbo trumpft mit Gelassenheit auf

<strong>Zog 2012 ins Darwineum ein: </strong>Gorillamännchen Assumbo  <FotoRechtsex>Darwineum</FotoRechtsex>. <foto>Archiv</foto>
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Zog 2012 ins Darwineum ein: Gorillamännchen Assumbo Darwineum. Archiv

svz.de von
01. März 2013, 03:47 Uhr

Silberrücken Assumbo ist entspannt. Der Winter hat ihn wenig gestört. Der westliche Flachland-Gorilla lebt mit seinen Frauen Yene und Eyenga in einer harmonischen Familie im Darwineum des Rostocker Zoos, in der 4000 Quadratmeter großen Tropenhalle. Nur manchmal mopsen ihm die Mädels Leckereien wie Blätter und Früchte. Gelegentlich springt er noch auf und droht, ihnen zu folgen. Aber Assumbo mangelt es im Darwineum an nichts - kein Grund sich zu streiten. Sein Gehege in der 25 Grad Celsius warmen Tropenhalle ist groß und mit vielen exotischen Pflanzen und Stämmen ausgestattet. Hinter den Kulissen des Darwineums hat er einen ruhigen Rückzugsort. Kürzlich hat er noch eine Freundin dazubekommen. Zola, die Tochter des anderen Gorilla-Männchens, Gorgo.

Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann hofft, dass sein Herz sich endlich für eine der Damen öffnet, dass sich dann doch passend zur Jahreszeit Frühlingsgefühle einstellen und kleine Gorillas zusätzlich zu den sechs erwachsenen Tieren durchs Darwineum toben. Gorillaweibchen tragen rund neun Monate lang. Die Pfleger merken schnell, wenn sich mit ihren Lieblingen etwas verändert und sich Nachwuchs einstellt. Auch der Einzug der Affen ins Darwineum war nicht leicht für die Primaten. Wie Menschen müssen sie sich erst an das neue Umfeld gewöhnen und Assumbo auch erst an seine beiden ersten Frauen. Die kamen aus Port Lympne und dem Züricher Zoo zu ihm. Mittlerweile benehmen sich die Gorilladamen als hätten sie nie woanders gelebt. Gorilla Assumbo mag vor allem die weiblichen Besucher des Darwineums.

Denen verzeiht er auch, wenn sie ihm zu lange in die Augen sehen. Das ist wie ein Machtspiel für den Gorilla, erklären die Pfleger. Das wissen nur die wenigsten Besucher, sonst würden sie sich wohl kaum mit dem rund 200 Kilogramm schweren tierischen Chef des Darwineums anlegen. Assumbo siehts gelassen, ein kleiner Hieb gegen die dicke Scheibe und dominante Männer wissen bescheid. Kinder allerdings haben bei dem liebevollen Silberrücken Narrenfreiheit. Er lebt bereits seit 1999 im Rostocker Zoo, er ist an die kleinen Besucher gewöhnt. Geduldig bleibt der schwarz-graue Koloss sitzen, wenn sie aufgeregt vor ihm rum toben. Im Sommer wird es noch einmal aufregend für Assumbo und Co.

Dann öffnet sich die Außenanlage des 20000 Quadratmeter großen Darwineums. Dann ist es endlich warm genug für die beiden Familien. Sie bekommen in ihrem Außengehege Badestellen, überdachte und schattige Plätze, neue Hängematten und Kletternetze. Gerüste sollen für die Jungtiere eine zweite Ebene und eine Spielmöglichkeit bieten – gute Aussichten für Assumbo.

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