Tierwelt : T. rex – der Tyrann aus der Urzeit

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Der berühmte Dinosaurier sah ziemlich furchterregend aus. Seine Zähne waren so lang wie Bananen und so scharf wie Messer.

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29. März 2016, 23:03 Uhr

Hunger. Der Tyrannosaurus rex braucht etwas zu fressen. Langsam bewegt er sich über die Ebene. Plötzlich reckt er seine Schnauze in die Luft. Er hat Beute gewittert! Der T. rex (gesprochen: Ti rex) schleicht sich an den Triceratops an. Verdeckt von einem großen Palmfarn beobachtet er das Tier. Dann rennt er plötzlich los. Jetzt bemerkt ihn der andere Dinosaurier. Er versucht zu fliehen, aber es ist zu spät. Der T. rex schlägt seine Zähne in die Seite des Tieres. Das Abendessen für heute ist gesichert.

So könnte sich vor rund 66 Millionen Jahren eine Jagdszene mit dem T. rex abgespielt haben. Könnte. Denn wie der König der Dinosaurier Beute machte, wissen Forscher nicht sicher. Einige glauben, dass er sich nur von Aas ernährt hat – also von toten Tieren. Andere glauben, dass er ein Jäger war.

„T. rex war wahnsinnig groß und kräftig. Und er konnte zumindest auf kurzen Strecken ganz schön flink rennen“, sagt Daniela Schwarz. Sie ist Dinosaurier-Expertin am Museum für Naturkunde in Berlin. „Ich denke deshalb, dass er ein Jäger war. Er hat vermutlich im Hinterhalt gelauert und dann zugeschlagen.“

Sicher ist, dass T. rex bis vor etwa 65 Millionen Jahren auf der Erde lebte, am Ende der Kreidezeit. Und zwar dort, wo heute Nordamerika liegt. Er war eines der größten, fleischfressenden Landtiere, die je gelebt haben. Von der Schnauze bis zur Schwanzspitze maß er 12 Meter. Er war also etwa so lang wie ein Stadtbus. Sein Schädel war riesig: etwa anderthalb Meter lang – und damit ungefähr so groß wie ein Kind mit 12 Jahren. Der lange Schwanz half ihm dabei, seinen riesigen Körper im Gleichgewicht zu halten.

Im Kiefer steckten große Zähne. Sie waren etwa so lang wie eine Banane und auch so ähnlich gebogen. „Vorne waren sie gezahnt, so ähnlich wie ein Brotmesser“, erklärt Daniela Schwarz. „So konnte er Fleisch gut zerteilen und Stücke aus seiner Beute herausreißen.“ Forscher haben Biss-Spuren von T. rex an Knochen anderer Dinosaurier gefunden. Sie zeigen, dass er seine Zähne mit großer Kraft tief in das Fleisch hineinschlug. Dabei halfen ihm auch die mächtigen Muskeln an seinem Kiefer. Außerdem konnte der Tyranno vermutlich ziemlich gut sehen und ausgezeichnet riechen.

Was am T. rex nicht besonders beeindruckend aussieht, sind seine kurzen Ärmchen. Aber selbst die kleinen Arme waren etwa einen Meter lang. Und sie hatten zwei messerscharfe Krallen an der Spitze. „Vielleicht hat der T. rex damit seine Beute umklammert und festgehalten“, sagt Daniela Schwarz. „Vielleicht halfen ihm die Arme auch beim Aufstehen, wenn er einmal gestürzt war. Genau wissen wir es bisher nicht.“

Noch ranken sich viele Rätsel um das Leben des T. rex. Um sie zu lösen, haben die Forscher nicht mehr als ein paar versteinerte Knochen und Zähne. Aber mit ihnen kann man schon eine Menge herausfinden über das Leben vor Millionen von Jahren.

Autorin: Anja Garms

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