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Politik : So viele Plakate überall

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Dass in Deutschland bald gewählt wird, kann man auch an den Straßenlaternen erkennen.

Es hat sich etwas verändert in unseren Straßen. An vielen Laternenmasten hängen seit ein paar Tagen Plakate mit Gesichtern. An den Straßenrändern stehen größere. Manche Plakate sind sogar riesengroß und schon von Weitem zu erkennen.

Auf den Plakaten sind oft Politiker zu sehen. Vielleicht hast du ja schon jemanden erkannt? Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Beispiel? Aufgestellt und aufgehängt haben die Plakate die Parteien. In ihnen schließen sich Politiker zusammen, die ähnliche Ziele haben.

Mit den Plakaten machen sie Werbung für sich. Die Menschen in Deutschland sollen bei der Bundestagswahl im September für sie stimmen. Bei der Wahl entscheidet sich, welche Politiker und Parteien in den nächsten Jahren im Bundestag über Gesetze entscheiden.

„Plakate sind die älteste Wahlkampf-Werbung überhaupt“, sagt die Expertin Christina Holtz-Bacha. Damit verkündeten Politiker schon ihre Ideen, als es noch kein Fernsehen, Radio oder Internet gab. Die Expertin glaubt aber nicht, dass heute noch jemand eine bestimmte Partei wählt, nur weil ihm das Plakat gefällt. „In erster Linie ist es eine Bekanntmachung. Bald ist wieder Wahl, ich muss mich entscheiden.“

Das Problem mit den Plakaten: Es gibt darauf kaum Platz, um zu erklären, welche Ziele eine Partei hat. Meist zeigen sie deshalb nur Fotos mit dem Kopf des Kandidaten. Dazu kommt dessen Name und das Logo der Partei.

Auf den großen Plakaten steht meist noch ein kurzer Spruch. Im Vorbeifahren hat man ja keine Zeit, viel zu lesen. Die Expertin Antje Besser sagt: „Die Aussage auf dem Plakat muss einfach zu verstehen sein.“ Deshalb versuchten die Parteien oft, einen freundlichen Eindruck zu machen. „Zum Beispiel mit Fotos von glücklichen Familien“, erklärt die Expertin.

Auch Farben seien wichtig, sagen Fachleute. Viele Parteien versuchten etwa, mit Farbe Wärme und Nähe zu vermitteln, erklärt Antje Besser. Gut dafür seien etwa ein warmes Rot oder Orange. Dagegen werden die Farben Blau und Schwarz eher als kalt empfunden. Wichtig ist aber auch, Farben zu verwenden, für die die Parteien schon bekannt sind. In einiger Zeit verschwindet die ganze Farbenpracht wieder. Spätestens sieben Tage nach der Wahl müssen die Parteien ihre Plakate wieder abräumen.

Autorin: Kirsten Haake

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