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Wissen : So kommt das Wasser zu uns

Das Wasser kommt aus der Leitung. Aber wo war es vorher?
Das Wasser kommt aus der Leitung. Aber wo war es vorher?

Trinken, Duschen, Spülen, Kochen, Putzen, Waschen, Gießen – für all diese Dinge braucht man eins: Wasser.

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18. August 2020, 16:42 Uhr

Den Wasserhahn aufdrehen und schon kommt Trinkwasser aus der Leitung. So sind wir es gewohnt. In der Gemeinde Lauenau im Bundesland Niedersachsen war das vor ein paar Tagen plötzlich nicht mehr so. Es kam kein Wasser, denn die Speicher waren leer gelaufen.

Um zu verstehen, wie das passieren konnte, gucken wir uns an, wo unser Leitungswasser eigentlich herkommt: Bevor es aus unseren Wasserhähnen läuft, fließt das Wasser durch ein Netzwerk aus Rohren unter der Erde. So sind Häuser an die Wasserwerke der Stadt oder der Gemeinde angeschlossen. Im Wasserwerk entsteht das frische Trinkwasser.

In Deutschland wird dafür meist Grundwasser genutzt. Das befindet sich tief unter der Erde. Es ist zum Beispiel versickertes Regenwasser oder das Wasser von Seen und Flüssen, das in den Boden dringt. Mit Brunnen wird das Grundwasser ins Wasserwerk gepumpt und zu Trinkwasser aufbereitet. Es wird etwa gefiltert.

Damit immer frisches Wasser aus unseren Leitungen kommt, wird es in großen Becken gespeichert. In Lauenau waren die Speicher am Wochenende schneller leer gelaufen, als sie sich füllen konnten. Der Bürgermeister vermutet, das liegt auch an der Corona-Krise: „Sonst sind die Menschen in der Sommerzeit verreist und jetzt sind sie zu Hause“, sagte er. Außerdem ist es gerade heiß und trocken. Die Menschen verwenden mehr Wasser.

Der Bürgermeister erklärte: Das Trinkwasser aus Lauenau komme aus Quellen über der Erde. Die seien mehr vom Wetter abhängig als das Grundwasser. Wenn es weniger regnet, ist auch weniger Wasser da. Grund zur Sorge ist das aber nicht. „In Deutschland ist grundsätzlich genug Wasser für die öffentliche Trinkwasserversorgung vorhanden“, sagte ein Fachmann. Auch in Lauenau fließt das Wasser längst wieder.

Damit es nicht wieder knapp wird, heißt es jedoch: Wasser sparsam nutzen. Auch in anderen Orten wurde jetzt schon dazu aufgerufen.

Autoren: Thomas Strünkelnberg, Ann-Kristin Wenzel, Insa Sanders, dpa

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