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Tierwelt : So hilfst du Tieren im Winter

In der kalten Jahreszeit kannst du Vögeln bei der Futtersuche helfen.
In der kalten Jahreszeit kannst du Vögeln bei der Futtersuche helfen.

Futter auslegen, Laub sammeln oder natürliche Verstecke bewahren: Experten geben Tipps.

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06. Dezember 2019, 17:32 Uhr

Wenn es draußen kalt wird, ziehen wir Menschen uns warme Winterjacken, Handschuhe und Mützen an. Oder wir verkriechen uns mit einer heißen Tasse Kakao unter eine dicke Decke. Tiere können das nicht. Zum Glück haben viele ein dickes Fell, um sich warm zu halten. Doch manchen Tieren macht die kalte Jahreszeit auch zu schaffen. Hier einige Tipps, wie du ihnen beim Überwintern helfen kannst:

VÖGEL

Jedes Jahr im Herbst ziehen Tausende Vögel in den Süden, um dort den Winter zu verbringen. Einige bleiben aber auch hier. Zum Beispiel Spechte, Amseln und Haubenmeisen. Im Winter finden sie allerdings schwerer Futter. Denn es gibt weniger Pflanzen und damit auch weniger Krabbeltiere auf den Pflanzen, die die Vögel fressen können. Um diesen Tieren zu helfen, kannst du zum Beispiel Samen, Körner, Nüsse und frisches Obst, wie Äpfel im Garten oder auf der Fensterbank auslegen.

Aber Achtung: Es ist wichtig, dass die Nüsse und Körner ungesalzen und nicht geröstet sind. Sonst schaden sie den Vögeln.

ZITRONENFALTER

Einige Tiere suchen sich in der kalten Jahreszeit auch einen Unterschlupf, um dort in den Winterschlaf zu verfallen. Auch der Zitronenfalter macht das. Die Schmetterlinge haben ein bestimmtes Mittel in ihrem Blut, das verhindert, dass ihre zarten Flügel im Winter einfrieren. „Doch den Faltern fehlt es an guten Verstecken und Winterquartieren“, sagt Marja Rottleb. Sie ist Gartenexpertin beim Naturschutzbund, auch genannt Nabu.

Ihr Tipp: Laub, das von den Bäumen gefallen ist, zu einem Haufen zusammen zu tragen. Darin können sich die Falter dann verstecken.

FLEDERMÄUSE

Auch Fledermäuse verbringen den Winter in Verstecken, wo sie die meiste Zeit schlafen. Ab und zu werden sie wach, um auf Futtersuche zu gehen. „Leider gibt es für die Fledermäuse an den modernen Wohnhäusern, die heute gebaut werden, nicht mehr viele Möglichkeiten, sich einen Unterschlupf für den Winter zu suchen“, sagt Marja Rottleb. „Auch natürliche Verstecke, wie Höhlen oder tote Baumstümpfe werden immer weniger.“ Sie rät, umgestürzte tote Bäume für die Fledermäuse liegen zu lassen. Aber Achtung: Die Fledermäuse darf man in ihrem Winterquartier nicht stören. Denn wenn man sie aufweckt, verbrennen sie Fettreserven, die sie brauchen, um den Winter bis zum Frühjahr zu überstehen.

Autorin: Helena Schwar, dpa

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