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Essen : So halten Lebensmittel lange

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nahrung kann man haltbar machen – das nennen Fachleute konservieren. Zwei Tricks sind dafür wichtig.

Dose aufmachen, Ravioli in einen Topf schütten, erwärmen – mmmhhh, das schmeckt! Dabei stand die Dose schon monatelang im Regal herum. Eigentlich müssten die Nudeltaschen mit Füllung in dieser Zeit längst schlecht geworden sein.

Damit genau das nicht passiert, werden die Ravioli gleich nach ihrer Herstellung in der Fabrik konserviert. Sie werden also haltbar gemacht. Das geht mit Hilfe von zwei Tricks: Erstens werden die Ravioli in Dosen luftdicht verpackt. Zweitens werden sie in der Dose erhitzt.

Das geht nicht nur mit Ravioli, sondern auch mit vielen anderen Lebensmitteln: zum Beispiel mit Gemüse wie Erbsen und Mais. Auf die schlaue Idee mit der Dose kam ein Mann aus dem Land Großbritannien vor mehr als 200 Jahren. Er benutzte Dosen aus Weißblech, um Lebensmittel zu konservieren. Weißblech ist ein Material aus dünn gewalztem Stahl, der mit Zinn beschichtet ist.

Noch heute sind die Konservendosen oft aus Weißblech. Genau dort hinein werden die Ravioli in der Fabrik gefüllt. Dann wird der Deckel fest auf die Dose gepresst. Als Nächstes werden die Dosen auf mehr als 100 Grad Celsius erhitzt. Das sorgt unter anderem dafür, dass winzige Lebewesen abgetötet werden. Sie heißen Mikro-Organismen.

Mikro-Organismen können ein Lebensmittel verderben. Dann wäre es für uns Menschen nicht mehr genießbar. Das Abtöten dieser Mikro-Organismen nennen Fachleute sterilisieren.

Nach dem Sterilisieren sind die Ravioli luftdicht in der Dose eingeschlossen und lange haltbar. Man kann sie noch viele Monate nach ihrer Herstellung essen.

Es macht also nichts, wenn eine Konservendose im Regal nach hinten gerutscht ist – und man sie erst Monate später wieder hervorkramt. Die Nudeltaschen schmecken immer noch.

Autorin: Alexandra Stober

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