Seeadler grüßt mit verletztem Fuß

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dpa

svz.de von
08. März 2013, 05:14 Uhr

Winz, der Seeadler des Güstrower Natur- und Umweltparks sitzt auf einem Baumstamm und blinzelt. Das eindrucksvolle Tier hat Schmerzen. Er hat sich am Fang, an seinem Fuß verletzt. Normalerweise verheilen kleinere Blässuren von ganz allein. Doch im Winter ist Vorsicht geboten, denn Frost kann in die Wunde dringen und Entzündungen hervorrufen. Deshalb schaut Tierarzt Olaf Freudenberg sich den Fuß von Winz ganz genau an. Sieht alles gut aus. Die Wunde ist geschlossen, der Arzt ist zufrieden. Zur Stärkung gibt er Winz noch eine kleine Spritze. Dann wird der Raubvogel zur Genesung wieder in die Voliere gesetzt.

Mit einer Körperlänge von bis zu 92 Zentimetern, gehören Seeadler zu den größten Greifvögeln Mitteleuropas. Sie ernähren sich von Fischen und Wasservögeln, deshalb leben sie stets in der Nähe von Gewässern. Im Winter, wenn die Seen zugefroren sind, fressen die großen Raubvögel auch Aas. Darunter fallen sogar Hirsche und Wildschweine.

Um ihre Jungen aufzuziehen, errichten die Seeadler riesige Nester in den Baumkronen. Sie werden Horste genannt. Diese können einen Durchmesser von bis zu eineinhalb Metern erreichen. Die Raubvögel legen die Nester mit Gras und Moos aus, damit es der Nachwuchs bequem hat. Ihr Gelege besteht meist aus ein bis drei Eiern. Bei uns in Mitteleuropa beginnen die Seeadler jetzt, also zwischen Mitte Februar und Mitte März, zu brüten. Nach knapp drei Monaten können die jungen Seeadler dann bereits erste Flugversuche unternehmen.

Seeadler können bis zu 20 Jahre alt werden. Früher gehörten sie zu den gefährdeten Tierarten, heute jedoch hat sich ihr Bestand wieder erholt. Mecklenburg-Vorpommern ist einer der Plätze in Deutschland an denen die Verbreitung des Seeadlers am höchsten ist.


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