Politik : Schüler gegen Waffen

US-Präsident Donald Trump sprach mit Schülern, Angehörigen und Lehrern.
US-Präsident Donald Trump sprach mit Schülern, Angehörigen und Lehrern.

In den USA demonstrieren Jugendliche dafür, dass Menschen nicht mehr so leicht an Waffen kommen.

svz.de von
22. Februar 2018, 23:10 Uhr

Tag und Nacht saßen die Jugendlichen zusammen. Sie überlegten, schrieben Texte, schmiedeten Pläne. Wie die Politiker vor großen Entscheidungen. Doch diesmal wollen die jungen Leute aus den USA selbst etwas verändern. Denn letzte Woche war an ihrer Schule etwas Schreckliches passiert: Ein ehemaliger Schüler hatte mit einem Gewehr um sich geschossen. Dabei starben Menschen.

In den USA ist so etwas schon häufiger vorgekommen. Viele sagen: Das liegt daran, dass es dort so leicht ist, sich eine Waffe zu besorgen. Denn es gibt dafür nicht so strenge Regeln wie zum Beispiel in Deutschland.

Jetzt wollen die Jugendlichen, dass sich endlich etwas ändert und Menschen nicht mehr so leicht an Waffen kommen.

Für ihre Ziele schreiben sie im Internet Kommentare. Sie erzählen Reportern, was an ihrer Schule geschehen ist. Und am Mittwoch zogen sie bei einer Demonstration durch die Stadt Washington. Dort, wo Donald Trump seinen Regierungssitz hat. Er ist der Präsident der USA.

Eine Schülerin sagte: Sie sei gekommen, weil sie wolle, dass bestimmte Waffen verboten werden. Sie fragte: „Warum müssen Leute Zugang zu Kriegswaffen haben?“

Auch Präsident Donald Trump denkt darüber nach, was man gegen solche schlimmen Ereignisse tun kann. Er lud Überlebende von der Schule und ihre Familien zu einem Gespräch ein.

Die Gruppe sprach beispielsweise darüber, ob Käufer von Waffen strenger überprüft werden sollte. Oder ob man die Altersgrenze für den Waffenbesitz heraufsetzen könne. Donald Trump schlug auch vor, Lehrer zu ihrem Schutz in Schulen zu bewaffnen.

Davon halten die Jugendlichen nichts. Schließlich fordern sie nicht mehr, sondern weniger Waffen in ihrem Land. Am Wochenende wollen sie deshalb erneut in Washington auf die Straße gehen und demonstrieren.

Autoren: Martin Bialecki und Philipp Brandstädter

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