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Portrait : Schlauer „Hohlkopf“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Vor rund 170 Jahren wurde der berühmte Erfinder Thomas Alva Edison geboren.

Er ging nur ein halbes Jahr zur Schule, dann musste er sie verlassen. Denn seine Lehrer bezeichneten ihn als faul und dumm. Sogar „Hohlkopf“ wurde er genannt. Ganz schön gemein. Die Rede ist von Thomas Alva Edison, der am 11. Februar 1847 in Ohio in den USA als jüngstes von sieben Kindern geboren wurde. Damals waren die Lehrer noch sehr streng und gingen wenig nachsichtig mit den Kindern um. Ansonsten hätten sie vielleicht gemerkt, dass der Junge Thomas schwerhörig war. Nach einer Scharlach-Erkrankung konnte er nur noch schlecht hören und so dem Unterricht nicht folgen.

Unterrichtet wurde er schließlich von seiner Mutter zuhause, denn sie war Grundschullehrerin. Viel lernte er auch von seinem Vater, der eine Menge Bücher besaß. Besonders gerne las er Bücher, in denen man etwas über die Natur und technische Experimente erfahren konnte. Der kleine Thomas verdiente sich ein Taschengeld durch den Verkauf von Zeitungen und Süßigkeiten in der Eisenbahn. So fuhr er regelmäßig mit dem Zug mit und las, wenn er Zeit hatte, in seinen spannenden Büchern. Sein erstes kleines Labor richtete er sich daher im Gepäckwagen der Bahn ein und machte dort fleißig seine Versuche.

Jeder in der damaligen Zeit war vom Telegrafieren begeistert. Ab 1833 kam die elektrische Telegraphie auf. Dabei wurden Nachrichten und Informationen mit Hilfe von Strom weitergeleitet. 1862 bekam Thomas Unterricht bei einem Telegrafisten. Bald verbesserte er die Technik, reichte die Erfindungen im Patentamt ein. Das Patent, das man dann bekommt, ist ein Schutz, damit einem die Idee von niemandem mehr gestohlen werden kann. Er gründete 1876 in New Jersey eine Werkstatt. 1877 erfand er einen Phonographen (Schallschreiber). Ein Gerät, mit dem man erstmals Töne aufzeichnen und wieder abspielen konnte. Daran befand sich ein Trichter, der gleichzeitig Lautsprecher und Mikrofon war. Der Schallschreiber war der Vorläufer des Plattenspielers.

Edison hat im Laufe seines Lebens so viele Dinge erfunden, dass man es gar nicht alles aufzählen kann. Insgesamt 1300 Erfindungen meldete er zum Patent an. Viele meinen, dass Edison die Glühbirne ebenfalls erfunden hat. Aber das stimmt nicht. Er erfand das Gewinde, mit dem sie sich in die Fassung schrauben ließ. Außerdem entdeckte er auch den Glühfaden aus Kohlefaser, mit dem die Leuchte längere Zeit brennen konnte. Erst danach wurden die Lampen überall verwendet.

Er verbesserte auch das neu erfundene Telefon, erfand einen Kinematographen zur Aufnahme bewegter Bilder und noch vieles mehr. Er wollte nur Dinge erfinden, die den Menschen das Leben erleichtern sollten. Thomas Alva Edison starb am 18. Oktober 1931 in West Orange, New Jersey.

Autorin: Silvia Friedrich

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