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Wissen : Schätze am Meeresboden

Forscher interessieren sich für die Metallknollen auf dem Meeresboden der Tiefsee.
Forscher interessieren sich für die Metallknollen auf dem Meeresboden der Tiefsee.

Tief unten im Meer liegen besondere Knollen, sie enthalten wertvolle Metalle. Kann man sie ernten?

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26. Juni 2017, 23:06 Uhr

Tief im Meer liegen eigenartige Knollen auf dem Boden. Sie bilden dort Felder und sehen ein bisschen aus wie Kartoffeln. Doch die Knollen sind schwarz und recht fest. Sie sind außerdem ziemlich wertvoll, da sie Metalle enthalten.

Forscher nennen diese Knollen auch Manganknollen, weil sie viel Mangan enthalten. Das ist auch ein Metall. Außerdem findet man in den Knollen häufig andere Metalle wie zum Beispiel Kupfer, Kobalt und Nickel. Diese Stoffe braucht man, um zum Beispiel Handys herzustellen.

Bisher werden solche Metalle in Bergwerken an Land abgebaut. Doch weil die Nachfrage nach technischen Geräten steigt, werden mehr Metalle benötigt. Auch deshalb interessieren sich Länder und Firmen dafür, die Manganknollen in der Zukunft in der Tiefsee zu ernten. Mit den Metallen sollen dann verschiedene Geräte gebaut werden.

Werden solche Metalle an Land abgebaut, gibt es dort riesige Bergwerke mit großen Maschinen. Auch über den Meeresboden würden dann schwere Maschinen fahren, um die Knollen einzusammeln. Die Knollen liegen in mehr als 4000 Metern Tiefe – an der Oberfläche des Meeresbodens.

Matthias Haeckel kennt sich gut mit der Tiefsee und den Manganknollen aus. Er erforscht, welche Auswirkungen es hätte, wenn schwere Maschinen über den Meeresboden führen. „In der Tiefsee ist nur der oberste Teil des Bodens belebt“, sagt er, etwa mit wurmartigen Tieren. „Dieses Leben würde man zerstören. Es könnte viele Jahrhunderte dauern, bis die Tiefsee sich erholt.“ Um das genauer herauszufinden, machen Forscher dort Experimente.

Dabei hinterlassen sie in der Tiefsee zum Beispiel Furchen im Boden.

Einige Spuren seien schon alt, sähen aber noch wie neu aus, erklärt Matthias Haeckel. Denn in der Tiefsee läuft alles sehr langsam ab.

Deshalb dauert es auch lange, bis die Tiere und Bakterien im Boden sich an den betroffenen Stellen von einem solchen Eingriff erholen.

Wenn man Leben in der Tiefsee durch Bergbau stört, ist nicht ganz klar, was dadurch auf der gesamten Erde passiert. Manchmal gibt es bei Eingriffen in die Natur Folgen, die man noch nicht einschätzen kann. Denn viele Lebensräume auf der Erde sind miteinander verbunden.

Matthias Haeckel setzt sich deshalb mit anderen Wissenschaftlern dafür ein, dass es strenge Regeln für den Bergbau in der Tiefsee gibt.

Autorin: Maria Berentzen

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