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Sport : Richtiges Laufen macht Spaß

Warten auf den Startschuss: Shanaya (l.) und Alessia sprinten gerne.
Warten auf den Startschuss: Shanaya (l.) und Alessia sprinten gerne.

Beim Leichtathletiktraining kommt es auf einen guten Aufbau an: Nicht nur auf die Stoppuhr schauen!

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25. Juni 2020, 17:27 Uhr

Es ist 17.15 Uhr. Alessia und Shanaya warten auf ihren Trainer. Die beiden sind elf Jahre alt und treffen sich jeden Donnerstag mit anderen jungen Sportlern in ihrem Leichtathletik-Club. Die Mädchen trainieren in Zürich in unserem Nachbarland Schweiz.

Zur Leichtathletik gehören viele Disziplinen: Laufen, Springen und Werfen etwa. Shanaya macht diesen Sport seit dem Kindergarten, Alessia ist seit vier Jahren dabei.

Zu jedem Training gehört ein längerer Lauf. „Wir hassen Ausdauerlauf“, sind sich Alessia und Shanaya einig und lachen. Sprinten macht ihnen viel mehr Spaß. Aber ohne Kraft und Ausdauer wird man nicht richtig schnell.

So wie den Mädchen geht es vielen. Trainer Igor Maggini findet das schade. „Oft geht es in der Schule nur um das Laufen mit Stoppuhr. Die Kinder sollen sich durchbeißen. Die, die gewinnen, finden das toll. Die anderen verlieren die Lust. Wenn sie lernen würden, wie sie richtig laufen, würde es ihnen auch Spaß machen.“ In der Zwischenzeit hat der Trainer mehrere Aufwärmübungen aufgebaut. Im Training nennt man das Lauf-ABC. Dabei werden die Gelenke und Muskeln vorbereitet.

Erst mal sollen Alessia, Shanaya und die anderen beim Laufen die Knie heben. Bis zur ersten Markierung, dann im Hopserlauf zur nächsten und zurück. Dann beugen sie sich aus dem Stand nach unten, bis ihre Hände den Boden berühren. Sie bewegen sich mit den Händen immer weiter vor, bis sie im Liegestütz sind. Zum Abschluss gehen alle noch zwei Strecken und machen nach jedem Schritt eine Standwaage.

Das alles hilft nicht nur beim Joggen. Heute trainiert die Gruppe Weitsprung. Der Trainer zeigt den richtigen Rhythmus, um beim Absprung nicht überzutreten. „Die Weite kommt dann von selbst“, erklärt er.

Jetzt ist Shanaya dran. Sie konzentriert sich, läuft immer schneller auf das Brett zu. Bam, Bam, Bambam - und Sprung. „Super, genau so“, lobt der Trainer. Alle haben Sand in den Schuhen, das Training geht zu Ende. „Jetzt noch auslaufen“, sagt Igor Maggini. „Das könnt ihr gern barfuß auf der Wiese machen.“ Da ist er, der Ausdauerlauf. Doch das stresst niemanden. Alle laufen los.

Autorin: Mariana Friedrich, dpa

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