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Film : Puppenspieler am Computer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Animatoren und Trickfilmer können Zeichnungen zum Leben erwecken. Heute startet „Happy Family“ im Kino.

Stell dir vor, deine Mutter wird von einer Hexe in einen Vampir verwandelt und dein Vater in ein grünes Monster. Das passiert natürlich nur im Film, und zwar im Animationsfilm „Happy Family“. Animieren heißt so viel wie lebendig werden lassen. Bei einem Animationsfilm werden alle Figuren am Computer erschaffen. Echte Schauspieler sind nicht nötig.

Wichtig für einen Animationsfilm ist eine spannende Geschichte. Für den Film „Happy Family“ hat sich die Geschichte der Buchautor David Safier ausgedacht. Dann erstellte er zusammen mit dem Filmemacher Holger Tappe ein Drehbuch für den Film. Holger Tappe ist ein erfahrener Filmemacher. Er hat zum Beispiel schon die Filme „Urmel aus dem Eis“ oder „Tarzan“ produziert. In seinem Studio in der Stadt Hannover hat ein Team zwei Jahre lang an der Animation von „Happy Family“ gearbeitet.

Alles beginnt mit der Geschichte von Buchautor David Safier, zu der ein Zeichner auf dem Papier Figuren entwirft. Dann sind die verschiedenen Animatoren und Trickfilmer gefragt: Die Experten sorgen dafür, dass aus der Zeichnung eine belebte Figur im Computer entsteht. Dabei gibt es viele kleine Schritte, für die jeweils ein anderer Trickfilmer da ist.

Zuerst überträgt ein Trickfilmer die Zeichnung in den Computer. Dafür nutzt er geometrische Formen wie eine Kugel. Ein Gitternetz über der Kugel, die das Gesicht werden soll, wird dann immer feiner gekrümmt – bis das Gesicht so aussieht wie die Zeichnung. Besonders wichtig ist das Gesicht, weil es die Gefühle ausdrückt. Der Animator baut zum Text die passenden Gesichtsausdrücke: So kann die Hexe böse oder erschrocken aussehen, sie kann aber auch fröhlich sein und lachen.

Die Animatoren nennen sich auch Puppenspieler. Denn wie bei einer Marionette aus Holz brauchen auch die Computerfiguren einen Körper und jemand, der ihnen sagt, wie sie sich bewegen sollen. Die Kleidung wird passend dazu von einer Designerin und einer Kostümbildnerin entworfen.

Bis die verschiedenen Figuren zaubern, fliegen und sich verwandeln können, haben die Animatoren und Trickfilmer lange gebraucht. „Eine Figur zum Laufen zu bringen, ist eine Woche Arbeit“, erklärt Animator Nico Tuma. Wie auch jeder echte Mensch einen eigenen Laufstil hat, so soll er auch bei jeder animierten Figur unterschiedlich sein. Und so sind nach einiger Zeit aus Zeichnungen auf Papier viele Figuren am Computer entstanden. Nun ist der Film „Happy Family“ fertig.

Autorin: Elena Metz

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