Interview : Plötzlich der Boss im Haus

Lina Hüesker (M., Ella) und Oskar Keymer (r., Felix), während der Dreharbeiten: Die Schauspieler haben mit geschrumpften Erwachsenen zu tun.
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Lina Hüesker (M., Ella) und Oskar Keymer (r., Felix), während der Dreharbeiten: Die Schauspieler haben mit geschrumpften Erwachsenen zu tun.

Stell dir vor, deine Eltern wären plötzlich winzig klein. Genau das passiert in einem Film, der gerade gedreht wird.

svz.de von
11. April 2017, 23:27 Uhr

Erst war die Lehrerin an der Reihe, nun sind die Eltern dran. Nächstes Jahr kommt ein neuer Film mit winzigen Erwachsenen in die Kinos. Er heißt: „Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“.

Der Film ist bereits der zweite Teil der Geschichte. Auch dieses Mal geht es um die Hauptfigur Felix. Er wird gespielt von Oskar Keymer. Er ist 13 Jahre alt.

Katharina Wasmeier hat ihn zusammen mit seinen Kollegen Lina, Eloi, Maximilian und Georg bei den Dreharbeiten befragt.

Jetzt mal ehrlich: Wie funktioniert das mit dem Schrumpfen?

Oskar: Es wird im Prinzip alles zweimal gedreht. Einmal normal, in der normalen Kulisse, und einmal in der Green Box. Das ist eine grüne Box, in der man nachträglich mit dem Computer die Umgebung verändern kann.

Im Film soll Felix mit seinen Eltern weit wegziehen, gegen seinen Willen! Was machst du, damit deine echten Eltern tun, was du willst?

Oskar: Man muss immer wieder versuchen, auf die Eltern einzugehen. Irgendwann hat man sie dann so weit um den Finger gewickelt, dass man sein Ziel erreicht. Und wenn sie’s trotzdem nicht machen, hab ich Pech gehabt und es lohnt sich auch nicht weiter zu nerven.

Wie fühlt es sich an, plötzlich größer zu sein als die Erwachsenen?

Eloi: Oskar müsste die Frage am besten beantworten können. Er hat mehr zu tun mit den geschrumpften Eltern und ist quasi der Bestimmer im Haus. Aber im zweiten Teil kommen auch wir in Kontakt mit den geschrumpften Eltern. Allerdings sind sie ja nicht wirklich geschrumpft, wenn wir drehen. Deswegen ist da kein großer Unterschied. Im Film, in meiner Rolle als Robert, fühlt man sich dann schon ein bisschen wie der Boss – irgendwie mächtig.

Oskar: Als Felix ist man eher selbstbewusst und selbstständig. Weil man zum Beispiel die Sachen, die sonst die Eltern machen, selbst tun muss, wie Wäsche waschen oder sich etwas zu essen machen. Am Anfang ist das cool – das sagt ja Felix auch immer. Aber ich glaube, irgendwann nervt’s dann auch, wenn die Eltern klein sind und man alles selber machen muss.

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