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Tierwelt : Pferde gehen in die Luft

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wie kommen die tierischen Teilnehmer bei den Olympischen Spielen eigentlich ins ferne Brasilien?

Ab in die Luft! Viele Pferde, die bei den Olympischen Spielen in Brasilien antreten, müssen mit dem Flugzeug dorthin gebracht werden. Die Flüge der deutschen Pferde organisiert eine Firma. Dort arbeitet auch Isabelle Atock. Sie erzählt Sabine Maurer, wie so ein Pferde-Flug abläuft.

Fliegen Pferde gern?

Isabelle Atock: Pferde reisen meist sehr entspannt. Schließlich wissen sie nicht, dass sie in der Luft sind. Außerdem fliegen Sportpferde mittlerweile häufig, weil sie auf der ganzen Welt Turniere besuchen. Sie sind es also gewöhnt. Für sie ist die Reise im Flugzeug so ähnlich wie in einem Pferde-Transporter auf der Straße, nur angenehmer. Ein Flugzeug fliegt keine scharfen Kurven und bremst nicht plötzlich. Nur beim Start und bei der Landung werden manche Pferde ein bisschen nervös, weil sich die Lage des Flugzeugs verändert.

Was passiert, wenn ein Pferd Angst bekommt?

Wenn eines nervös wird, sind sofort die Begleiter zur Stelle und beruhigen es. Zur Not geben sie dem Pferd etwas Beruhigungsmittel. Wir achten auch darauf, dass die Pferde Nachbarn bekommen, mit denen sie sich gut verstehen. So mögen zum Beispiel manche Hengste nicht, wenn ein anderer Hengst nebenan steht. Das versuchen wir natürlich zu vermeiden.

Bekommen sie auch was zum Fressen und Saufen an Bord?

Ja, jedes Pferd bekommt ein großes Netz mit Heu, sodass es permanent fressen kann. Wasser wird ihnen etwa alle zwei Stunden angeboten.

Wer begleitet die Pferde?

Es reisen elf Begleiter mit, und zwar die Pfleger der Pferde, Tierärzte und zwei Begleiter unserer Firma. Pro Flug reisen zwischen 32 und 40 Pferde.

Was passiert nach der Landung mit ihnen?

Sie werden sofort abgeladen und mit Transportern zu den olympischen Stallungen gebracht. Diese Fahrt dauert noch mal eine knappe Stunde.

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