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Natur : Notruf aus dem Wald

So sieht ein Urwald aus, in dem die Natur machen darf, was sie will.
So sieht ein Urwald aus, in dem die Natur machen darf, was sie will.

Könnten die Wälder sprechen, würden sie wohl laut „Aua“ rufen, denn vielen Bäumen geht es nicht gut.

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07. August 2019, 14:55 Uhr

Es riecht nach Moos und Tannennadeln. Dicke Baumriesen ragen in die Höhe, dazwischen strecken junge Bäumchen ihre ersten Blätter raus. So sieht ein schöner Wald aus. Leider ist der Wald in Deutschland nicht überall gesund. In vielen Regionen stehen vertrocknete Bäume ohne Nadeln. Oder Bäume liegen auf dem Boden, weil der Wind sie umgeworfen hat. „Dem Wald geht es im Moment sehr schlecht“, sagt Christoph Rullmann.

Er ist Förster und außerdem Chef einer Organisation von Waldschützern. Die Wälder leiden vor allem unter der Trockenheit.

Sind die Bäume davon geschwächt, ist es leichter für Insekten wie den Borkenkäfer, sie anzugreifen. „Die Käfer fressen unter der Rinde quer zum Stamm und schneiden dem Baum so die Wasserzufuhr ab“, sagt Herr Rullmann. Das führt dazu, dass momentan viele Fichten vertrocknen. Das sind Nadelbäume.

„Je trockener es ist, desto mehr Fläche brennt auch“, sagt Herr Rullmann. Schuld an Waldbränden wie zuletzt sind fast immer Menschen. Doch da, wo viele trockene Nadelbäume stehen, breiten sich die Feuer dann besonders rasch aus.

„Was wir brauchen, ist Mischwald“, sagt Christoph Rullmann. Also einen Wald aus verschiedenen Arten wie etwa den Nadelbäumen Fichte und Kiefer und Laubbäumen wie Buche und Eiche. So ein Wald ist robuster. Besteht ein Wald aus mehreren Baumarten und eine davon wird durch Borkenkäfer geschädigt, bleibt dennoch der Wald erhalten. „In die Lücken können schnell junge Bäume reinwachsen“, sagt der Experte. Er empfiehlt Wälder mit einer Mischung aus jungen und älteren Bäumen.

Auch Politiker wollen sich mehr um die Wälder kümmern. Kürzlich trafen sich deswegen mehrere Minister. Eine Politikerin sagte: „Nur mit vereinten Kräften stemmen wir die Mammutaufgabe, die vor uns liegt, um unseren Wald zu retten.“

Autorin: Doreen Garud, dpa

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