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Sport : Mit Pfeil und Bogen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Auch heute gibt es noch Bogenschützen: Sie sind aber keine Jäger, sondern Sportler.

Voll konzentriert stehen die Kinder an der Linie. Die Zielscheibe haben sie fest im Blick. Sie sind junge Bogenschützen und trainieren für ihren Sport. Gemeinsam strecken sie ihre linken Arme aus und visieren ihr Ziel an. Dabei sehen sie fast so aus wie die Heldin Katniss aus den Geschichten über „Die Tribute von Panem“.

Die Kinder stehen jedoch nicht im Wald, sondern in einer Sporthalle. Mit dem rechten Arm ziehen sie ein Gummiband bis zum Kinn in die Länge und lassen es schnipsen. Ein Gummiband? Klar! Das gehört zu einem der ersten Schritte, wenn man das Bogenschießen erlernt.

Während die Kinder mit den Bändern üben, liegen die Bogen sicher auf ihren Halterungen und die Pfeile in ihren Köchern. Bei diesem Sport geht die Sicherheit vor. Niemand rennt beim Training wild durch die Halle und schießt mit Pfeilen um sich. Diese sind nicht ungefährlich.

Darum gebe es beim Training ein paar Regeln zu beachten, erklärt Trainer Jacob Budau: Alle Sportler stehen hinter der Linie, von der sie mit dem Bogen schießen. Zwischen der Zielscheibe und der Linie darf sich niemand aufhalten.

Erst wenn jemand die Regeln und die Technik beherrscht, darf er den Bogen in die Hand nehmen.

Die jungen Schützen stellen sich seitlich zur Zielscheibe auf. Dann halten sie den Bogen mit ausgestrecktem Arm und legen einen Pfeil auf die Sehne. Dieser ruht zwischen dem Zeigefinger und dem Mittelfinger. Zusammen mit dem Ringfinger spannen die Kinder dann die Sehne. So weit, bis diese das Kinn berührt.

Nun müssen die Schützen ganz ruhig bleiben, zielen – und lösen. Die Finger lassen die Sehne los. Sie schleudert den Pfeil aus dem Bogen hinaus. „Besonders viel Kraft ist beim Bogensport nicht gefragt“, sagt Jacob Budau. „Es geht eher um Konzentration und Koordination.“ Wer ins Schwarze treffen will, muss vor allem auf seine Körperhaltung und seine Technik achten. Und dann gaaanz ruhig bleiben!

Autor: Philipp Brandstädter

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