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Technik : Mit Licht Metalle schmelzen

Der Fachmann Michael Rethmeier weiß, wie man mit einem Laser-Roboter Metalle zusammenschweißen kann.
Der Fachmann Michael Rethmeier weiß, wie man mit einem Laser-Roboter Metalle zusammenschweißen kann.

Laserlicht kommt nicht nur in Filmen vor – es ist auch ein tolles Werkzeug, sagen Forscher.

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29. August 2019, 16:58 Uhr

Papier kannst du kleben, Holzbretter mit Nägeln verbinden. Aber wie verbindet man große Blechteile? Etwa um Busse oder Autos zu bauen? Schließlich müssen die Teile aus hartem Material superfest zusammenhalten! Das machen Fachleute in der Regel, indem sie die Metallteile miteinander verschweißen. Michael Rethmeier weiß, wie das gut funktioniert. Er erforscht verschiedene Materialien wie etwa Stahl und wie man mit ihnen arbeiten kann.

Der Experte führt in eine Werkstatt der Forscher, wo Thomas Michael arbeitet. Er trägt Schürze, Lederhandschuhe und eine Maske vor dem Gesicht. In der Hand hält er einen Schlauch, aus dem ein Gas strömt.

Als Thomas Michael es anzündet, leuchtet eine blaue Flamme auf. Die ist groß und megaheiß – etwa 3000 Grad Celsius! Vorsichtig richtet der Fachmann sie auf zwei Metallstücke. Die will er verbinden. Die Flamme lässt das Metall an den Kanten schmelzen, so fließt es ineinander. Aus zwei Metallstücken wird eines. Nun muss das Metall noch erkalten, damit die Verbindung hält.

In der Werkstatt macht der Schweißer alles von Hand. Wenn man etwa ein großes Schiff auf diese Weise zusammenbauen wollte, würde das sehr lange dauern. „Das geht noch einfacher“, sagt Michael Rethmeier und geht in den nächsten Raum.

Dort bestehen die Wände aus Metall. In der Mitte steht ein Roboter. Er hat einen orangefarbenen Arm, aus dem vorne eine silberfarbene Spitze guckt. „Dieses Gerät schweißt auch. Das macht es aber nicht mit einer Flamme, sondern mit einem Laserstrahl“, sagt der Experte.

Dafür kommt aus dem Roboterarm vorne ein spezielles Licht. Es ist extrem gebündelt. So entsteht sehr viel Energie an einem Punkt. Mit diesem Laserlicht lässt sich Metall genauso schmelzen wie mit der heißen Flamme.

Das hat einige Vorteile: Der Laserstrahl lässt sich mit dem Computer steuern. Er kann auch sehr dicke Bleche verbinden. Außerdem ist der Laserstrahl irrsinnig schnell und extrem genau, genauer als ein Mensch.

Wenn der Laser der Forscher loslegt, dürfen Menschen aber nicht im Raum sein. Denn das starke Licht wäre viel zu gefährlich. Trotzdem können Michael Rethmeier und seine Kollegen zugucken, wie der Laser schweißt. Eine Kamera im Raum beobachtet alles. Das Video schauen sich die Forscher später an, um herauszufinden, wie gut der Laser arbeitet und wie man die Technik noch verbessern kann.

Autorin: Corinna Schwanhold, dpa

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